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REVIEWS
Franz Ferdinand - Right Thoughts, Right Words, Right Action

FRANZ FERDINAND

Right Thoughts, Right Words, Right Action
VÖ: 23. August 2013
Label: Domino Records
Autor: Katja Embacher

2004 gehörten Franz Ferdinand zu den musikalischen Aushängeschildern des neuen Millenniums. Neun Jahre und zwei Alben liegen zwischen den Veröffentlichungen des gefeierten selbstbetitelten Debütalbums und dem Release von "Right Thoughts, Right Words, Right Action". War der Vorgänger "Tonight: Franz Ferdinand" noch geprägt von elektronischen Synthesizereinschlägen, so legt man auf dem neuen Longplayer den Fokus wieder auf die zackigen Riffs handfester Gitarrenarbeit. Fortschritt durch Rückschritt. Eine Rechnung, die leider nicht so ganz aufgeht.

Wir erinnern uns an Songs über Schampus und Lachsfisch und lauschige Stunden in der Matineevorstellung. Verpackt in stampfende Sounds, die selbst eingefleischten Couchkartoffeln auf der Tanzfläche Beine machten. An diese knüpfen auch Stücke wie der Titeltrack "Right Action", "Love Illumination" oder "Bullet" an, die zwar gehörig auftrumpfen, insgesamt jedoch nicht halten können, was Franz Ferdinand dereinst versprachen. In ihrer routinierten Verarbeitung wirken die Songs wie blasse Abziehbildchen ihrer selbst. Als würde Michelangelo eine Blaupause über die Decke der Sixtinischen Kapelle spannen, sein eigenes Deckenfresko abzeichnen und als innovatives Kunstwerk verkaufen. Die subtilen Novationen, die man mit swingend-melodiösen Tracks wie "Stand On The Horizon" oder "The Universe Expanded" anstrebt, verebben trotz guter Ansätze in dem großen Pool aus Altbekanntem.

Von dem einst avantgardistischen Charakter des schottischen Quartetts ist auf "Right Thoughts, Right Words, Right Action" wenig bis gar nichts zu spüren. Das Album wirkt wie ein müder Aufguss glorreicher Zeiten. Die Kopie einer Kopie einer Kopie von sich selbst in Endlosschleife. Auch wenn man Schampus und Lachsfisch nun als Perlwein und Pangasius verkauft, bleibt es immer noch Sekt und Fisch. Bei aller Liebe: Eine Currywurst wäre eine progressive wie willkommene Abwechslung auf der Speisekarte gewesen.



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