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Gregor McEwan - Houses And Homes

GREGOR MCEWAN

Houses And Homes
VÖ: 12. November 2010
Label: Ludwig
Autor: Katja Embacher

Spätestens, wenn der schmale Ahornbaum vorm Fenster die letzten Blätter im Kampf mit dem Südwestwind verloren hat und seine nackten Ästchen gen Himmel streckt wie die knochigen Finger einer alten Frau ist es nicht mehr zu verleugnen: Gevatter Herbst ist da. Eine perfekte Punktlandung zu dieser Tatsache legt dieser Tage Gregor McEwan mit seinem Debütalbum "Houses And Homes" hin, dass zum Herbst passt, wie der Kürbis zu Halloween. 

Seit dem Split von Helter Skelter wandelt Hagen Siems unter dem anagrammatischen Pseudonym Gregor McEwan auf Solopfaden. Im Verlauf dieser Entwicklung hat es den Halterner aus dem Ruhrgebiet hinaus nach Berlin verschlagen. Für "Houses And Homes" hat Siems einen Zwischenstopp in Hamburg eingelegt, um dort gemeinsam mit Denesh Ketelsen sein Erstlingswerk einzuspielen. Unterstützung erhielt er dabei durch Gäste wie Tess Wiley oder Jonas Künne von Black Rust.

"Houses And Homes" ist eine Symbiose aus einem nebelverhangenen Novemberabend und den letzten Sonnenstrahlen eines goldenen Oktobertages. Melancholie und Nachdenklichkeit treffen auf entspannten Optimismus; dem fast spitzbübischen Wissen, dass alles gut ist, wie es ist. Neben der Option, seine komponistischen und gesanglichen Qualitäten in den Vordergrund zu rücken, bietet "Houses And Homes" Hagen Siems die Gelegenheit, mit einem Sammelsurium an Instrumenten zu experimentieren. Das Album ist gespickt mit liebevollen Details, die sich oftmals erst beim zweiten oder dritten Durchlauf erschließen: Das Schleifen der Fingerkuppen auf den Saiten während des Akkordwechsels auf "Vs.", die wehmütigen Streicher bei "Part Of You" oder das entschlossene Schlagzeug, das das Crescendo gegen Ende von "The Pigeon Breeders Club" vorantreibt.

Rilke prophezeite einst in seinem Gedicht "Herbsttag" "Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben und wird in den Alleen hin und her unruhig wandern, wenn die Blätter treiben." Sofern man bei dieser Wanderung "Houses And Homes" im Ohr bei sich trägt, wird der Herbst selbst bei diesen trüben Aussichten zur schönsten Zeit des Jahres.


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