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Interpol - El Pintor

INTERPOL

El Pintor
VÖ: 05. September 2014
Label: PIAS Cooperative
Autor: Katja Embacher

Nach drei Jahren des Schweigens treten Interpol erneut in Aktion. "El Pintor" ist der fünfte Longplayer der Band und der erste nach dem Ausstieg von Bassist und Gründungsmitglied Carlos Denglers, der Interpol 2010 nach der Komplettierung ihres vierten Werkes verließ. Ausgiebigen Touren mit einem Ersatzbassisten und –keyboarder folgte eine Auszeit, in deren Rahmen sich Sänger Paul Banks auf Solopfaden bewegte und Schlagzeuger Sam Fogarino seinem Projekt EmptyMansions widmete. Niemand war sich wohl wirklich sicher, ob es jemals ein fünftes Interpol-Album geben würde – bis man sich im August 2012 erneut zusammensetzte, um an neuen Songs zu arbeiten.

Das Ergebnis ist "El Pintor", ein Anagramm zu Interpol und die spanische Bezeichnung für "Der Maler". Beides trifft den Kern des Albums. Zum einen verdrehen Interpol auf ihrem fünften Werk mehr als nur Buchstaben: Paul Banks übernimmt Denglers Position am Bass, was dem Trio die Möglichkeit eröffnet, fast wie eine völlig neue Band zu interagieren. Zum anderen skizzieren die Zeichner dunkler Klangwelten ihre Songs auf "El Pintor" in helleren Nuancen von Grau. Inmitten einer atmosphärischen Dichte, die in ihren besten Momenten an Alben wie "Turn On The Bright Lights" oder "Antics" erinnert, scheint das Trio auf- anstatt auszuatmen. Ein tiefes Luftholen vor dem Sprint, dem Sturm, dem Drang, der die bohrenden Gitarrenriffs und ungeduldigen Drums in Tracks wie "All The Rage Back Home",
"Everything Is Wrong" oder "Ancient Ways" vorantreibt.

Mit "El Pintor" melden sich Interpol nicht nur zurück, sie markieren ihren Standpunkt. Rammen einmal mehr die Flagge in die Erde, um zu zeigen, dass nach wie vor mit ihnen zu rechnen ist. Eine Geste ohne große Pose. Beweisen muss diese Band nichts mehr. Genau dieser Fakt wird am Ende zu einem bitteren Wermutstropfen. So gut gelungen "El Pintor" auch ist, so kommt man doch nicht umhin sich einzugestehen, dass man es hier mit einem typischen Interpol-Album zu tun hat. Irgendwo zwischen gut und herausragend, jedoch leider ohne den Hauch einer Überraschung. Und zu eben genau dieser hätte die Band durch die strukturellen Veränderungen jede erdenkliche Möglichkeit und Berechtigung gehabt. Wenn das Prädikat "besonders wertvoll" zu einer Selbstverständlichkeit wird, kann irgendwann auch die Note "Sehr gut" langweilen.



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