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Iron & Wine - Kiss Each Other Clean

IRON & WINE

Kiss Each Other Clean
VÖ: 21. Januar 2011
Label:
4AD/Beggars
Autor: Axel Schinkel

Über drei Jahre hat es gedauert bis Iron & Wine nun endlich den langersehnten Nachfolger des letzten Albums "The Shepard's Dog" veröffentlichen. Bereits dieses sollte sich von den beiden Vorgängern unterscheiden und durch seine an Tom Waits angelehnte Klangästhetik herausstechen. Letztendlich klang es dann aber doch so, wie man es von Sam Beam gewöhnt war und man fand nur leichte Abweichungen zu dem was man von Sam Beam bereits kannte. Deshalb versucht man auch dieses Mal, nicht allzu viel auf den Promotext zu geben und begibt sich völlig voreingenommen und mit der Annahme bereits zu wissen, was einen erwartet, an das neue Album.

Dieses Mal ist jedoch alles anders. Auf "Kiss Each Other Clean" vermisst man beim ersten Hören all das, wofür so manch ein Hörer Sam Beam zu schätzen weiß. Nichts ist mehr zu erkennen von einer Stimme, die sich schüchtern hinter den ruhigen Akustikgitarren versteckt und harmonisch säuselnd dennoch eben dadurch an Präsenz gewinnt, weil sie eben anders ist und sich ganz und gar nicht aufdringlich, sondern warm und einzigartig abgestimmt zur Musik fügt. Dieses Mal scheinen die Akustikgitarren mit ein paar wenigen Ausnahmen fast gar nicht vorhanden zu sein. Die Stimme klingt wesentlich ungebundener und steht über der Musik als hätte Sam Beam ein paar Portionen Selbstbewusstsein getankt. Das beweist auch die Instrumentation, die sich komplett von den Vorgängern unterscheidet. Wo einst Akustikgitarren herrschten, gibt es nun verschachtelte Grooves, funky Basslines, unerwartete Synthie-Momente und jazzige Bläser zu hören.

Allein die Instrumente sorgen bereits für eine gewisse Abwechslung, aber die Songs selbst unterscheiden sich auch dermaßen, dass man bei jedem neuen Lied überrascht wird. Wenn man grad noch dachte, man habe begriffen, dass es wohl ein Blues- und Jazz-Album sei, erwarten einen im nächsten Augenblick afrikanische Klänge oder soulige und gospelartige Einlagen, krautige Gitarrenriffs, ausgiebige Saxophonsoli oder gar Passagen, die man so nur aus der Popmusik kennt. Und auch die Stimme weiß sich dieser Abwechslung gekonnt anzupassen. Sam Beam kann noch immer ruhig und hintergründig Singen, lässt sich aber ebenso von der Dynamik der Musik mitreißen und ist lauter und präsenter als je zuvor, wie man es beispielsweise von den Fleet Foxes oder My Morning Jacket kennt. Insgesamt ist dieses Album genau das, was man von Iron & Wine nicht erwarten würde, und gerade deshalb so spannend und von vorne bis hinten mehr als höhrenswert.



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