POPCONNECTION
DATENSCHUTZERKLÄRUNG   IMPRESSUM
NEWS
REVIEWS INTERVIEWS KONZERTE FEATURES KÜNSTLER A-Z
POPCONNECTION - Reviews - Johnny Marr - The Messenger
Home » Reviews » Johnny Marr - The Messenger
REVIEWS
Johnny Marr - The Messenger

JOHNNY MARR

The Messenger
VÖ: 01. März 2013
Label:
Warner Music
Autor: Katja Embacher

Johnny Marr ist eine Legende: Das Gitarren-Pendant zu Morrisseys Stimme bei The Smiths, Mitglied bei Bands wie The The, Electronic, The Cribs oder Modest Mouse, Produzent bei Marion oder Haven. Mit "The Messenger" steht der Name Marr erstmalig für sich selbst. Nach gut 30 Jahren im Musikgeschäft bringt der Manchesteraner sein erstes Soloalbum auf den Markt.
 
2003 veröffentlichte Johnny Marr gemeinsam mit The Healers "Boomslang", auf dem der Gitarrist zum ersten Mal das Songwriting und die Vocals in die Hand nahm. Auf "The Messenger" versucht sich Marr im kompletten Alleingang, ohne die Unterstützung einer festen Begleitband. Die musikalischen Ären, die der 49-jährige durchwandert hat, spiegeln sich dabei in jedem Song des Albums wieder. Die besten musikalischen Momente eines halben Lebens, komprimiert auf 50 Minuten. Eine Reminiszenz an die 90er, die dank dynamischer Songs wie "The Right Thing Right", "I Want The Heartbeat" oder "Generate! Generate!" zu keiner Zeit altbacken wirkt. Marr überzeugt durch sein gutes Gespür für catchige Melodien und ausdrucksstarke Gitarrenparts. Herausragende Beispiele dafür sind der verspielt-poplastige Titeltrack oder das hymnenhafte "Lockdown", dessen formidable Gitarrenarbeit den Gebrüdern Gallagher wohl einen Anflug von Neid beschert hätte, würde es Oasis noch geben. Weitere Highlights finden sich in dem düsteren "Say Demesne" oder dem samtig-melancholischen "New Town Velocity", die in Struktur und Spielweise an New Order erinnern. Derartige Stücke treten den Beweis an, dass Marr zu Recht zu den Großen gehört, vor denen sich noch heute diverse britische Bands verneigen.

Mit "The Messenger" liefert Johnny Marr ein überzeugendes Soloalbum ab, mit dem er (fast) alles richtig macht. Einziger Kritikpunkt: Der mangelnde Wiedererkennungswert der Tracks. Ein Manko, das den Vocals geschuldet ist. Marr ist ein Gitarrist par excellence, stimmlich passabel – aber letzten Endes nun mal kein Charakterdarsteller. So braucht es ein Weilchen, bis sich einzelne Perlen herauskristallisieren und endgültig im Gedächtnis festsetzen. Diese Zeit ist "The Messenger" jedoch absolut wert!



Mehr zu JOHNNY MARR
Leider keine weiteren Artikel vorhanden.

SUCHE
A B C D E F G
H I J K L M N
O P Q R S T U
V W X Y Z 0-9 #
AKTUELLE REVIEWS

we_path

Slowtide
A Gentle Reminder

we_path

Snail Mail
Lush

we_path

The Boxer Rebellion
Ghost Alive

we_path

The Breeders
All Nerve

we_path

Gregor McEwan
From A To Beginning

we_path

William McCarthy
Shelter
ZUFÄLLIG SCHON GELESEN?

we_path

MUMM-RA
These Things Move In Threes

we_path

THE KILLERS
Sawdust (B-Sides & Rarities 2003 - 2007)

we_path

PHOENIX
Bankrupt!
INTERN EXTERN
Kontakt Facebook
Impressum
Datenschutzerklärung
   © 2019 Popconnection.de | Das Online-Magazin für alternative Popmusik | CMS by webEdition