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Kettcar - Zwischen den Runden

KETTCAR

Zwischen den Runden
VÖ: 10. Februar 2012
Label:
Grand Hotel van Cleef
Autor: Sascha Brozewski

Kettcar stehen in erster Linie für gute Musik, große Lyrik und Sätze, die man jederzeit guten Gewissens "mit Edding an die Wände hauen" kann. Seit Jahren schreiben Marcus Wiebusch und Reimer Bustorff authentische, ehrliche Lieder. Die Zeit vor Kettcar inbegriffen. Was ein Großteil einst "Punk" schimpfte, wich deutschsprachiger Popmusik.
 
Der Labelgründung folgte mit "Du und wieviel von deinen Freunden" ein sehnsüchtig erwartetes Debüt. Das Kölner Underground platzte aus allen Nähten. Spätestens mit "Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen" wurden die Konzertsäle größer. Was aber sollte nach Liedern wie "Landungsbrücken raus" oder "Balu" noch kommen? Kettcar mussten neue Wege einschlagen. Dem bis heute wohl poppigsten Album folgte mit "Sylt" eine verstörte, zornige Platte.
 
In diesen Tagen zeigen Kettcar mit ihrem vierten Werk "Zwischen den Runden", dass musikalische sowie lyrische Veränderungen unumgänglich sind. Auf "Zwischen den Runden" haben sie zwar die Romantik wiederentdeckt, doch mag man beim Hören schnell vernehmen, dass es diesmal Romanzen der etwas anderen Art sind. Ein Liebeslied ("Rettung") damit zu verknüpfen, dass einem Freund oder Freundin, Erbrochenes aus dem Haar fummelt, scheint grotesk. Auf den zweiten Blick ist es aber weniger skurril und gehört einfach zu jeder Liebesbeziehung. "Im Club" ist ein typischer Kettcar-Song. Die Band gibt Ratschläge und spendet Trost, denn schließlich bist du nicht der Einzige, der an der großen Liebe oder den Träumen gescheitert ist. "Schrilles, buntes Hamburg" erzählt, dass monströse Bauprojekte jenseits architektonischer Ästhetik zwar die Touristen anlocken, zeitgleich aber kaum Platz für kulturelle Angebote lassen. Tenor und roter Faden des Albums ist der Leitsatz, dass es immer weitergehen muss. Hier schließt sich ein Kreis, denn bereits auf den ersten beiden Alben hieß es z. B. "Das Gute an schlechten Zeiten - Pferde satteln, weiterreiten". Die Stimmung heute ist friedlicher und sanfter, die Musik ruhiger und mutmaßlich von den Impressionen der Akustik-Tour mit Streichern inspiriert.

Es ist schwer, nicht pathetisch zu werden. Das Gesamtkunstwerk Kettcar ist beeindruckend. Egal, was sie anpacken, es hat Hand und Fuß. Man könnte so viel zitieren, lobhudeln und durchaus erwähnen, dass Kettcar die beste deutschsprachige Band war, ist und bleibt.



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