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Kilians - Lines You Should Not Cross

KILIANS

Lines You Should Not Cross
VÖ: 24. August 2012
Label:
Grand Hotel van Cleef
Autor: Jenny Schnabel

Als die Kilians 2007 ihr Debütalbum "Kill The Kilians" veröffentlichen, sind die Bandmitglieder nicht mal 18 und drücken noch die Schulbank. Sie werden prompt von Universal unter Vertrag genommen und tauschen den Schulbus gegen den Tourbus ein. Sie werden als die neuen Retter des englischsprachigen Indierocks aus Deutschland gefeiert, eröffnen drei Stadionkonzerte für Coldplay und gastieren bei der Musikmesse SXSW in Austin, Texas.

Nach zwei Alben beenden Universal und die Band 2011 schließlich ihre Zusammenarbeit im gegenseitigen Einvernehmen, so heißt es. Doch Dank Vitamin B fallen die Kilians weich und landen beim Grand Hotel van Cleef. Geschäftsführer Thees Uhlmann hatte die Band aus Dinslaken damals entdeckt und eine Zeit lang gemanagt. Eine logische Konsequenz also, dass nach dem Bruch mit Universal ihr drittes Album "Lines You Should Not Cross" jetzt auf dem Hamburger Label erscheint.

Mit neuem Label, neuer Platte und zurückgewonnener künstlerischer Freiheit wollen die Kilians nach dreijähriger Pause nun ihr musikalisches Pferd neu satteln. Und was ist dabei Neues herausgekommen? Die geahnte Erkenntnis nach dem ersten Hördurchgang ist, dass es leider nichts wirklich Neues aus dem Kilians-Bandcamp zu berichten gibt. Sie sind immer noch die beste Strokes-Cover-Kapelle des Ruhrgebiets und haben es auch auf Album #3 immer noch nicht geschafft, sich von den New York City Boys vollständig zu emanzipieren. Das Schlimme ist allerdings, dass die Kilians nicht nur seit drei Alben die Strokes kopieren, sondern auch sich selbst. Daher sind die zwölf Stücke auf "Lines You Should Not Cross" leider nichts anderes als einfallsloser, langweiliger Indierock, den man anderswo zu Hauf wesentlich besser gehört hat. Man mischt hier lediglich die altbekannten Zutaten neu und herausgekommen ist der gleiche Brei wie zuvor. Was den Kilians leider immer noch fehlt, sind Eigenständigkeit und Innovation. Selbst an den Stellen des Albums, an denen die Strokes weniger durchblitzen, sind die Songs trotzdem zu uninspiriert und beliebig. Die Musik dümpelt 45 Minuten lang vor sich hin, ohne auch nur einen einzigen kleinen Funken zu entzünden. Auch nach mehreren Hördurchgängen schafft es "Lines You Should Not Cross" leider nicht über ein durchschnittliches Level hinaus.

Nichtsdestotrotz wird sicherlich auch dieses Kilians Album von der hiesigen Presse wieder mal über den grünen Klee gelobt werden und seine Fans finden. Für meinen Geschmack ist es leider immer noch zu viel Imitation und zu wenig Innovation. Aber nun ja, Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.


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