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The Kills - Midnight Boom

THE KILLS

Midnight Boom
VÖ: 07. März 2008
Label:
Domino Records
Autor: Axel Schinkel

Was macht eine Band, wenn sie bei den Albumaufnahmen bemerkt, dass ihr das Geld ausgeht, sie keine Motivation mehr hat und völlig frustriert ist, weil das Album einfach nicht fertig werden will? Richtig! Sie flieht nach Mexiko, legt sich an den Strand und lässt sich mit Mojitos vollaufen. Den Wetterbedingungen war es schließlich zu verdanken, dass The Kills vor Hurrikanen flüchten mussten und letztlich doch wieder im Studio landeten.

Ihr mittlerweile drittes Album "Midnight Boom" ist mit Abstand ihr bestes geworden und vor allem ihr bisher eingängigstes Werk. Wie seine Vorgänger besticht es durch seine Schlichtheit, wobei Jamie Hince und Alison Mosshart dabei nie die Tatsache aus den Augen verloren haben, dass es sich trotz aller Eigenartigkeiten noch immer um ein Rockalbum handelt. Die Songs sind im Ganzen recht minimalistisch gehalten und orientieren sich nach einer Aussage von Hince an Rhythmen von Kinderliedern und Abzählreimen afroamerikanischer Schulkinder aus dem Jahre 1968, die er in einer Dokumentation aufgeschnappt hat. Den harten Ton dieser und den größtenteils sehr brutalen Ausdruck wollte man auch den eigenen Songs einverleiben, deren Basis zunächst aus folkigen Aufnahmen bestand. Den Eindruck, dass es ihnen absolut gelungen ist, gewinnt man besonders bei Songs wie "Cheap And Cheerful" oder "Alphabet Pony". Dass es sich zu Beginn der Aufnahmen um Folksongs handelte, hört man eigentlich nur noch im letzten Lied "Goodnight Bad Morning" heraus. Aber auch die Wurzeln des Duos, den simplen und druckvollen Garage-Punk, wie er auf dem Debütalbum "Keep On Your Mean Side" von 2003 zu finden war, kommen auf dem neuen Album, in Songs wie "M.E.X.I.C.O.C.U." wieder zum Vorschein.

Insgesamt ist "Midnight Boom" das wohl spannendste und interessanteste Album der Kills, das bei jedem Hören neue Höhepunkte präsentiert. Da kann man nur froh sein, dass es so etwas wie Hurrikane gibt und die beiden nicht noch immer am Strand liegen und ihren Frust in Mojitos ertränken, sondern ein super Album produziert haben, das wie seine Vorgänger bestimmt schon bald die Dancefloors erobern wird.


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