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Klubgruen - Neon Me

KLUBGRÜN

Neon Me
VÖ: 15. Juni 2012
Label:
Deafground Records
Autor: Katja Embacher

Timing ist alles. Als sich das Elektroprojekt Klubgrün 2010 entschließt, seinen Instrumentarienkosmos um Bass, Schlagzeug und Gitarre zu erweitern, erweist sich dies für das Münsteraner Quartett für eine gute Entscheidung. Tanzbare Clubsound-Mixturen aus synthetischen Samples und handgeklöppelten Sechssaitenriffs haben zu diesem Zeitpunkt Hochkonjunktur. Die neue Generation der Jungen Wilden trägt die Laptoptasche in der einen Hand, den Gitarrenkoffer in der anderen.

Nach dem Release ihrer EP "Flashlight" veröffentlichen Klubgrün mit "Neon Me" im Juni dieses Jahres ihr Debütalbum. Der Slogan des Pressetextes hält, was er verspricht: "Elektro handgemacht". Eine dynamische Symbiose aus pluckernden Beats, scharfkantigen Gitarrenriffs und vereinnahmenden Synthies. Ein energiegeladener Sound, der sich seinen Platz irgendwo zwischen Bloc Party, Goose oder Klaxons sucht. Die Mischung aus handgemachten Rohbauten und elektronischen Feinschliffen verdient zweifelsohne das Prädikat "tanzbar". Jeder der elf Tracks könnte auf dem Plattenteller eines Clubs serviert werden, ohne Gefahr zu laufen, dass das Parkett leer bleibt.

Dennoch beschleicht den Hörer das befremdliche Gefühl, man habe das alles anderswo schon viel zu oft gehört. In dem schier unerschöpflichen Pool stürmend-drängender Elektro-Indie-Acts müssen Klubgrün darauf achten, nicht unterzugehen. Vielleicht ist das der Grund, warum "Neon Me" trotz handwerklicher Solidität und funkensprühender Energetik nicht wirklich zu zünden vermag. Vielleicht hat man sich an den unzähligen Indietronica-Acts dieser Tage schichtweg satt gehört. Vielleicht sind die Tage, in denen man Sounds in Neonfarben an die Wände malte, vorbei. Es scheint, als würden Klubgrün mit "Neon Me" einem Trend hinterherrennen, der sich seit geraumer Zeit tot gelaufen hat. Schade, denn Klubgrün sind keine von Kalkül geprägte Hipster-Band, die sich noch schnell ein Stück vom Kuchen abschneiden möchte, bevor die Tafel abgedeckt wird. Vielmehr ähnelt das Quartett einem Zuspätkommenden, dessen Zug vor einer halben Stunde den Bahnhof verlassen hat. Zur falschen Zeit am falschen Ort. Timing ist nun mal alles.


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