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Kristofer Aström - Sinkadus

KRISTOFER ÅSTRÖM

Sinkadus
VÖ: 11. April 2009
Label:
Startracks
Autor: Katja Embacher

Sinkadus ist "ein schwedisches Brettspiel, welches Backgammon ähnelt. Wird dabei in einem Wurf eine 5 und eine 2 gewürfelt, so muss 'sink a dus' gerufen werden, was übersetzt 'fünf und zwei' bedeutet", sagt Wikipedia. Was hat das Ganze nun mit dem neuen Longplayer von Kristofer Åström zu tun? Nun, rechnet man zwei und fünf zusammen, ergibt die Summe der einzelnen Teile sieben, sagt Adam Riese. "Sinkadus" ist das siebte Studioalbum von Kristofer Åström. Hier schließt sich also der musikalische Kreidekreis.

"Sinkadus" startet recht viel versprechend: Nach einer kurzen spanischen Introduktion empfängt Åström den Hörer mit dem leicht psychedelisch angehauchten "Come Out", um ihn dann bei "The Party" zu einer energiegeladenen Festivität einzuladen. Trotz temporeicher Sounds und wohldosiertem Einsatz elektrischer Gitarren, mit denen der Fireside-Sänger auf seinen Solopfaden für gewöhnlich eher sparsam umgeht, ist sie immer noch da, diese große Melancholie, die die Songs des Schweden auszeichnet. Düster und allumfassend wie eine nie enden wollende skandinavische Winternacht. In diesen Momenten ist er einfach am besten. Egal, ob er wie bei "Oh Man" von verflossenen Lieben singt und zu dem ernüchternden Schluss kommt "I loved you from the start / And now you split my heart" oder bei "Hard To Live" über den Sinn des Lebens philosophiert. Dass Schwermut allerdings nicht zwangsläufig suizidal klingen muss, beweist Åström auf "When Her Eyes Turn Blue", einer gelungenen Symbiose aus desillusionierten Lyrics und kraftvollen Melodien.

Soweit, so gut. Dies sind nämlich auch schon die Höhepunkte von Sinkadus, Fullhouse und Viererpasch sozusagen. Auf gesamter Länge reichen Tempovariationen und gekonntes Songwriting nicht aus, um dauerhaft Aufmerksamkeit zu erzeugen. Spätestens beim zweiten Durchlauf ertappt man sich dabei, wie man verstohlen die Skip-Taste bedient, um sich von Highlight zu Highlight zu hangeln.

Der große Wurf ist Kristofer Åström mit "Sinkadus" leider nicht gelungen. Die songwriterischen Qualitäten des Schweden sind zwar nicht zu überhören, allerdings verläuft sich das Album mit zunehmender Länge in der dahinplätschernden Monotonie der Songs. Allerdings lässt sich die Wartezeit auf Longplayer Nummero acht problemlos mit der Skip-Taste überbrücken.


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