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The Magic Numbers - The Runaway

THE MAGIC NUMBERS

The Runaway
VÖ: 23. Juli 2010
Label:
Cooperative Music
Autor: Andreas Kussinger

The Magic Numbers hatte man ja beinahe schon wieder vergessen. Vor vier Jahren veröffentlichten die Geschwisterpaare Stodart und Gannon das letzte Album. Damals sorgten sie einerseits für Stirnrunzeln aufgrund ihres eigenartigen Hippie-Looks, auf der anderen Seite ernteten sie viel Lob für tolles Songwriting und wundervolle Melodien. Nun legen sie ihr neues Album "The Runaway" vor. Erfreulicherweise bleibt alles beim Alten.

Die Auszeit ist mit vier Jahren nicht unbedingt kurz geraten, und das Beiblatt zur CD verrät in epischer Breite, was in der Zwischenzeit geschehen ist. Die Kurzform: Hilfsprojekte in Afrika, Soloalben vorbereiten, Mutter werden, andere Bandprojekte vorantreiben, eigenes Studio aufbauen. An Inspiration sollte es also nicht mangeln, und erfreulicherweise hat sich an den Songwriter-Qualitäten von Romeo und Michele Stodart nichts geändert. Poppiger, ein bisschen radiotauglicher sind die Stücke dieses Mal geworden, was vielleicht dem Einfluss von Produzent Valgeir Sigurdsson zuzuschreiben ist. Den letzten Schliff holten sich die Briten aber bei ihrem alten Freund Robert Kirby, der schon beim Vorgänger-Album seine Hände im Spiel hatte und sich zuvor für die Streicher-Arrangements bei Nick Drake und Paul Weller oder Elvis Costello verantwortlich gezeigt hatte. Zum großen Entsetzen der Band starb dieser im vergangenen Herbst viel zu früh mit 61 Jahren, gerade als das Album fertig gestellt war. So wurde "The Runaway" nicht nur ein sehr gutes Album, sondern ein Nachruf für Kirby, der in seiner letzten Arbeit noch einmal sein ganzes Talent gezeigt hat.

Das mittlerweile dritte Album des Quartetts beginnt mit dem "besten Song, den wir jemals gemacht haben", wie sie selbst vollmundig behaupten. "The Pulse" heißt er, und ja, man muss den Briten zustimmen. Ein atmosphärisch dichtes, nicht zuletzt aufgrund der Streicher-Passagen epochales Meisterwerk, das ein großes Publikum verdient hätte. Zum Glück können auch die folgenden Tracks überzeugen. Eine gesunde Mischung aus poppigeren Songs wie "Why Did you Call" oder "Throwing My Heart Away" und ruhigen Balladen, von denen besonders "Hurt So Good" und das großartige "Sound Of Something" gefallen. Ja, "The Runaway" hat auch schwächere Momente, über die man jedoch gerne hinwegsieht.

Nach einem tollen Album bleibt also nur zu hoffen, dass The Magic Numbers den Albumtitel nicht zu ernst nehmen und wieder für vier Jahre abtauchen.



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