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REVIEWS
Manic Street Preachers - Rewind The Film

MANIC STREET PREACHERS

Rewind The Film
VÖ: 13. September 2013
Label:
Sony Music
Autor: Jenny Schnabel

Eigentlich wollten sich die Manic Street Preachers nach ihrem zehnten Studioalbum "Postcards From A Young Man" eine längere Auszeit nehmen. Eigentlich. Doch anstatt sich etwas verdiente Ruhe zu gönnen, haben die Waliser in den letzten zwei Jahren an einer Reihe von neuen Songs gearbeitet und gleich zwei neue Alben aufgenommen. Mit "Rewind The Film" liefern die Manics nun den ersten akustischen Teil ab, bevor im nächsten Jahr der rockige zweite Teil folgen wird.

So wirklich wie ein klassisches Akustikalbum klingt "Rewind The Film" allerdings gar nicht, denn dafür ist die Instrumentierung viel zu üppig und vielschichtig. Der wohldosierte Einsatz von Streichern, Bläsern und Klavier verleiht der Platte ordentlich Wums und auf "3 Ways To See Despair" erklingt sogar eine elektrische Gitarre, die das akustische Klangbild aufbricht. Es ist jedoch ein Album mit fast ausschließlich ruhigen und melancholischen Songs abseits des charakteristischen breiten Gitarrensounds der Manics. Hier wurde mit viel Liebe zur Melodie und fantastischen Harmonien gearbeitet. Die gewohnte Hymnenhaftigkeit ist allerdings nicht ganz und gar verschwunden und blitzt hier und da durch. Auch gesangliche Unterstützung hat sich das Trio ins Studio geholt mit drei Gastsänger/innen wie Lucy Rose ("This Sullen Welsh Heart"), Richard Hawley ("Rewind The Film") und Cate Le Bon ("4 Lonely Roads"), deren Stimmen in den jeweiligen Stücken ein sehr großer Raum eingeräumt und somit Sänger James Dean Bradfield an diesen Stellen eher zum Nebenakteur wird.

"Rewind The Film" ist klanglich das wohl untypischste Album der Manic Street Preachers. Allerdings zeigen sie sich auch hier wieder gewohnt politisch und gesellschaftskritisch wie beispielsweise in "30-Year War", wo sie sich kritisch mit dem Thatcherismus auseinandersetzen. Das macht es dann zumindest textlich doch wiederrum zu einem typischen Manics-Album. 

Auch wenn die drei Waliser mittlerweile in die Jahre gekommen sind, gehören sie noch lange nicht zum alten Eisen. Sie haben immer noch genug Feuer in sich und ihre kompromisslose und unerschöpfliche Leidenschaft erklingt immer noch aus jedem einzelnen Song. Nach über 20 Jahren ihres Bandbestehens und zehn Studioalben war es augenscheinlich an der Zeit einen neuen Weg einzuschlagen. Sie haben auf Risiko gespielt und das Blatt ist aufgegangen. "Rewind The Film" markiert ein überraschendes und beeindruckendes neues Kapitel ihrer Bandgeschichte.


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