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REVIEWS
Martin Rossiter - The Defenestration Of St Martin

MARTIN ROSSITER

The Defenestration Of St Martin
VÖ: 08. Februar 2013
Label: Drop Anchor Music
Autor: Jenny Schnabel

Wir erinnern uns alle noch an jene "Glory Days" des Britpop irgendwann Mitte der 90er, als Oasis die neuen Retter des Rock 'n' Roll waren und mit ihren Kontrahenten Blur im Streit um den Platz als "Beste Band des UK" lagen. Jene Tage, als Bands wie Suede, Pulp und Elastica uns den Soundtrack unserer Jugend bescherten. Zu dieser Zeit machte auch eine Band namens Gene von sich Reden. Frontmann war ein leicht morrissey-esk aussehender Typ namens Martin Rossiter. 1995 veröffentlichten Gene ihr großartiges Debüt "Olympian". Sie hatten insgesamt zehn Top 40 Hits und verkauften über 1 Million Platten. Sie verkauften die Royal Albert Hall aus und spielten bei Top Of The Pops. Dennoch standen Gene immer ein wenig im Schatten ihrer übergroßen Britpop-Kollegen Oasis und Blur, gehörten aber insgeheim zu den Lieblingen des Genres. Mit dem Beginn des neuen Millenniums und dem Ende der Britpop-Ära sind auch Gene wie so viele ihrer musikalischen Artgenossen in Vergessenheit geraten bis es im Jahr 2004 schließlich zur Auflösung der Band kam.

Nach einer achtjährigen Abwesenheit aus der Musikwelt meldet sich Ex-Gene Frontmann Martin Rossiter nun zurück. Nicht etwa mit einem neuen Gene-Album, sondern mit seinem Solodebüt namens "The Defenestration Of St Martin".

Wer seine früheren Arbeiten mit Gene kennt, der weiß, dass Martin Rossiter Talent hat. Dieses Talent zeigt sich auch auf seinem Solodebüt. "The Defenestration Of St Martin" kommt ohne jeglichen Pomp aus und zeichnet sich durch eine sehr spartanische Instrumentierung aus. Ein Klavier und eine Stimme, mehr benötigt Martin Rossiter nicht, um den Hörer zu faszinieren. "The Defenestration Of St Martin" enthält zehn herzergreifende Songperlen, die das Leben betrachten und reflektieren. Dabei gewährt  Rossiter dem Zuhörer Eintritt in seine Welt und offenbart ihm seine persönlichen Einstellungen und Gefühle. "Three Points On A Compass" lässt das Album mit der bitteren Erkenntnis "The only thing I got from you was my name" beginnen und ist ein Messerstich Mitten ins Herz eines inadäquaten Vaters. "No One Left To Blame" ist die Konfrontation mit seinen eigenen Fehlern, die man im Leben gemacht hat und "Drop Anchor" das Anflehen eines Geliebten, sesshaft zu werden.

Melancholische und emotionale Texte, die durch Martin's fantastische Stimme intensiviert werden und in wunderschöne Piano-Melodien eingebettet sind. Mit wenigen Mitteln schafft er es, große Emotionen zu erzeugen. Trotz aller Melancholie und Nachdenklichkeit, die das Album in sich trägt, driftet "The Defenestration Of St Martin" jedoch nie in Larmoyanz oder übermäßiges Pathos ab. Und trotz seiner spartanischen Instrumentierung mangelt es dem Album in keiner Sekunde an Variation.

"The Defenestration Of St Martin" ist ein reflektiertes, emotionales und starkes Debüt. Eine wahre Perle, die berührt und eine brillante Rückkehr eines bemerkenswerten Künstlers.



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