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Maximilian Hecker - One Day

MAXIMILIAN HECKER

One Day
VÖ: 03. April 2009
Label:
Louisville Records
Autor: Michael Döringer

Der Lenz geht um im Lande: Die Blümchen sprießen aus dem grünen Gras und die Vögel zwitschern uns eins, fast schon die ersten "Summer days in bloom" diesen Jahres. Und dann kommt auch noch Maximilian Hecker mit seinem nun schon fünften Album "One Day"; schöner könnte es nicht sein.

Drei Jahre sind seit dem letzten Streich des Wahlberliners vergangen, allerdings nicht ungenützt: Im Gegensatz zu seiner Heimat nämlich erführt er im fernen Asien seit Jahren die ihm gebührende Wertschätzung. Dementsprechend widmete er sich seinen in China, Korea und Taiwan ansässigen Fans mit ausgiebigen Konzertreisen. Ein regelrechter Popstar ist Hecker im fernen Osten, mit Platten- und Werbeverträgen, hierzulande gab ihm die große Plattenfirma den Laufpass. Völlig absurd, denkt man da als Kenner seines Schaffens. Aber - Gott sei's gedankt - kommt nun auch die deutsche Gemeinde der gebrochenen Herzen in den Genuss einer neuen Portion Schmusepop.

Eines wird schon nach den ersten Liedern auf "One Day" klar, und zwar, dass Herr Hecker sich wieder einmal treu bleibt. Zuckersüße Popballaden zwischen Oasis und unverfrickelten Radiohead, wunderschön komponiert und instrumentiert mit dem üblichen, ineinander verwebten Sound aus Gitarre, Klavier und Streichern. Entscheidend hinzu kommt - ebenfalls wie gewohnt - Heckers zarte Jünglingsstimme, die sich von der ersten Sekunde an wie ein klebriger Honigfilm über die Songs legt und sie zusammenhält. Alles dreht sich um die Liebe, er klagt und schmachtet wie eh und je, erzählt von Sehnsucht, Verlangen und Erfüllung. Dabei schafft er aber, was wenigen gelingt: Durchgehend anmutig und verletzlich von seinem Innenleben zu singen, ohne in Kitsch und Peinlichkeit zu versinken.

Langweilig und einfallslos mögen es manche schimpfen, die Maximilian Hecker nicht kennen und lieben gelernt haben, oder einfach keinen Zugang zu gefühlsbetonter Musik von diesem Schlag haben. Viel richtiger ist allerdings, anzuerkennen, wie konstant er durchweg bezaubernde und eingängige Popmusik produziert, die trotz ihrer Homogenität kein bisschen an Schönheit und Reiz einbüßt.

"One day I'll break the chains round my heart, [...] one day all my fears of going astray will end in smoke as my angels choose to stay" heißt es im Titeltrack. Hoffentlich ist dieser Tag noch ein paar Jahre und Alben von Maximilian Hecker entfernt.


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