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Money - The Shadow Of Heaven

MONEY

The Shadow Of Heaven
VÖ: 23. August 2013
Label:
Bella Union/PIAS Cooperative
Autor: Katja Embacher

Großbritannien ist bekannt für seine musikalischen Ausnahmeerscheinungen. Zu der neuesten Generation eben dieser gehört Money. Mit seinem Debüt "The Shadow Of Heaven" widersetzt sich das Quartett aus Manchester (zumindest hierzulande) allen gängigen Promotion-Schemata. Das allwissende Internet liefert bei der Recherche nach den Ursprüngen der Band nur bruchstückhafte Informationen, sodass man sich alsbald fühlt, wie Hänsel und Gretel auf Brotkrumensuche. Während ihres jungen Bestehens hat das Quartett bereits mehrfach den Namen gewechselt. Menemeke, Books, Youth. Anstelle einer ausgiebigen Beschreibung, die jedem, der es wissen will (oder auch nicht) erklärt, wie gut die hier erspähte Band ist, findet sich auf der Facebook-Seite von Money eine Lobrede auf den Tod von Allem. Glaubt der Spitzfindige nun, er wüsste wo der Hase lang läuft, so stellt er bei den ersten Akkorden von "The Shadow Of Heaven" fest, dass er irrt.

Anstelle sich ins dunkle Verderben zu stürzen, prescht das Langohr nämlich in wundersam fragile Klangwelten hinein, die auf den ersten Blick alles andere als düster klingen. Man erliegt dem samtenen Charme weicher Harmonien, verliert sich in mehrfach aufgeschichteten Gesangsspuren und choralen Backings und genießt diese heimelige Stimmung so sehr, dass man es als bizarre Schönheit empfindet, wenn Jamie Lee's Falsettgesang schmeichelnd davon erzählt, dass Gott tot ist. Genau darin liegt die Faszination von Money: In der Kunst, Melancholie regelrecht zu zelebrieren. Egal, ob hintergründig versteckt oder offensichtlich erkennbar. Sei es der Basslauf in "Letter To Yesterday", der unverhohlen an Joy Divsion's "Atmosphere" erinnert oder Jamie Lee's an Verzweiflung grenzender Gesang, der aus minimalistischer Instrumentierung hinaus in Schlagzeug und Gitarrenriffs mündet, die sich aufbauen, wie eine bedrohliche Gewitterwalze. Wundervoll ist auch die Pianoballade "Goodnight London", in der die gesamte Welt sieben Minuten lang nur aus Sänger Lee und dem Hörer zu bestehen scheint sowie der epische Ausklang "Black", der desillusioniert vor sich hingleitet.

Auch, wenn "The Shadow Of Heaven" keine Geheimnisse um Money's Hintergründe preisgibt, so enthüllt es doch zumindest ihr Potential. Ein wundervolles Debütalbum einer vielversprechenden Band. Eine britische Ausnahmeerscheinung. Mehr muss man auch gar nicht wissen.



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