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Mumford & Sons - Sigh No More

MUMFORD & SONS

Sigh No More
VÖ: 23. Oktober 2009
Label:
Cooperative Music
Autor: Matthias Hacker

Vielleicht waren die Fleet Foxes doch ein bisschen voreilig, als sie "Veckatimest" von Grizzly Bear schon vor Abgabefrist zum besten (Folk)-Album der 00er Jahre ernannten. Doch Marcus Mumford und seine Mitstreiter Ben, Winston und Ted wollen da auf der Schlussgeraden der Dekade noch mitreden.

Auf "Sigh No More" hört man keine vier Londoner Jungs, die in einem Studio sitzen und im Kreis gemeinsam musizieren. Nein, die Platte fühlt sich anders an. Marcus, Winston, Ted und Ben liegen nebeneinander in einem golden glänzenden Getreidefeld und schauen in die golden-glänzende Sonne, welche sie zum Schwitzen bringt. Diese Assoziation klingt vielleicht ein wenig malerisch, idyllisch und provinziell. Doch genau das ist es ja, was "Sigh No More" auszeichnet, die Jungs so sympathisch macht und den Hörer einfach verzaubert. Niemand würde hier an die versmogte Großstadtluft, hupenden Autos und grell flackernden Leuchtreklamen Londons denken.

Die Karohemdsärmeligkeit mit der Markus Mumford sein Innerstes bei jedem der 12 Songs nach Außen kehrt, macht die Ehrlichkeit und Authentizität der Lieder erst erträglich. So wirken Songs wie "The Cave", "Timshel" oder auch "Sigh No More" trotz ihrer Berührungskraft nie zu intim oder anbiedernd. Letzteres darf ich hierbei ohne weiteres auf Shakespeare-Zitate beziehen, ohne den bodenständigen Charakter Mumford & Sons in Frage zu stellen.

12 Werke voll mit emotionalen Melodien wie bei "I Gave You All", 12 Lieder voll mit anrührenden Texten wie bei "Awake My Soul" und 12 Songs mit fein ausgewählter Instrumentalisierung und Mitsingcharakter wie bei der Single "Little Lion Man".

Das Album allein lässt keine genaue Ortsbestimmung der Musik zu. Vom Country des Mittleren Westens, über den Indierock Londons hin zur mitreißenden Kraft einer irischen Pub-Band. Die so traditionell wirkende Musik scheint also wenig auf ihre Heimat zu geben. Auch die Dramaturgie von "Sigh No More" ist zu erwähnen. Zwielichtig scheint sie, denn alle Songs sind bestechlich gut, stellen sich aber auch deshalb gegenseitig in den Schatten. Doch nicht jeder Wunsch muss in Erfüllung gehen. Gott sei Dank - For Folk's Sake.


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