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Naked Lunch - All Is Fever

NAKED LUNCH

All Is Fever
VÖ: 01. Februar 2013
Label:
Tapete Records
Autor: Marco Pleil

Hinfallen. Aufstehen. Weitermachen. Müssen. Nach Burnout Ende der neunziger Jahre und ihrer künstlerischen Wiedergeburt 2004 haben sich die Klagenfurter Naked Lunch heute endgültig als exzentrische, aber feste Größe in der alternativen Musikszene etabliert. Filmmusik, Theaterarbeiten, das Ankommen in der heimatlichen Hochkultur (Österreich). Alles zu und unter eigenen Bedingungen. Hörbar ist das auch auf dem neuen Album "All Is Fever".

War der Vorgänger "This Atom Heart Of Ours" im Gegensatz zum vornehmlich elektronischen 2004er "Songs For The Exhausted" eher klassisch instrumentiert, so erreichen Naked Lunch auf ihrem neuesten Output eine gesunde Schnittmenge. Produziert hat dieses Mal, unter Mithilfe des treuen Weggefährten Olaf Opal, Bassist Herwig Zamernik. Und alleine die schrofferen E-Gitarren im Album-Opener "Keep It Hardcore" erinnern noch an ihre Anfangszeit in den Neunzigern. Die Zeilen "Keep it hardcore, keep it real, keep it left and please keep your will" geben die Marschrichtung vor. Globale Haltlosigkeit, das Infragestellen eines allgemeinen Lebensmodells, der eigenen Ideale. Sänger Oliver Welter nimmt textlich kaum bis kein Blatt vor den Mund: "I did it with my best friend's wife, it felt like paradise" (aus der Single "The Sun"). Trotzdem packt die Band die stimmungsprägende Tristesse nicht in ein überreiztes Singer/Songwriter-Korsett. Chöre, Streicher und Orchesteranleihen. Die Kollaborationen der Band in junger Vergangenheit haben deutliche Spuren hinterlassen. Es bleibt trotzdem die große Geste im Kleinen.

Welter bezeichnete "Songs For The Exhausted" seinerzeit voreilig als Schlusswerk, die Band sei damals endgültig gescheitert. Und im Album-Finale "The Funeral" fragt er dieses Mal abschliessend: "Will I meet you again, is it a start or is it just the end". Antworten und ein Ende finden Naked Lunch nach drei Jahrzehnten Bandgeschichte auch auf "All Is Fever" nicht. Das Fieber muss weiter brennen. Die Vision, das Richtige zu tun, findet auf ihrem mittlerweile siebten Album (die Adaption von Kafka's "Amerika" nicht mitgezählt) ihre Fortsetzung. "All Is Fever" ist kein leicht verdauliches Stück Musik. Aber es ist ein wichtiges.



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