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Neimo - Moderne Incidental

NEIMO

Moderne Incidental
VÖ: 27. Februar 2009
Label:
R.D.S.
Autor: Andreas Kussinger

Der Indie-Rock Zug rauscht mit Höchstgeschwindigkeit durch Europa. Während vor kurzem noch kein Ende der Reise in Sicht war, merkt man mittlerweile sehr deutlich, dass der Sprit wohl nicht mehr ewig reichen wird. Franz Ferdinand, Bloc Party und den Arctic Monkeys kann's egal sein, die haben es sich in der ersten Klasse bequem gemacht. Die zweite Klasse ist gnadenlos überbucht, selbst in der Holzklasse findet sich kein Platz mehr für weitere Bands. Höchstens ein paar Trittbretter sind noch frei, eines davon haben nun Neimo ergattert, die in Paris zugestiegen sind.

Frankreich also, das Land der Radioquote, in dem der Kampf gegen den Anglizismus immer noch oberstes Staatsziel ist. Neimo haben es dennoch gewagt, sich dem Sprachdiktat zu widersetzen und singen in akzentfreiem Englisch. Das Artwork der aktuellen CD zeigt folgerichtig einen Jugendlichen, der von Polizisten abgeführt wird. Fertig ist das revolutionäre Image!

Ganz taufrisch sind Neimo nicht, das Debütalbum wollte außerhalb Frankreichs aber nicht so recht zünden. Mit dem jetzt vorliegenden Nachfolger "Moderne Incidental" haben sie deutlich bessere Chancen auf den Durchbruch, denn mit Alan Moulder konnte ein Produzent der Superstar-Kategorie gewonnen werden. Der mediale "Aha"-Effekt blieb nicht aus und war sicherlich recht hilfreich beim promoten des Albums. Gitarre spielen und singen müssen die vier Franzosen aber trotzdem selbst. Was sie dabei zustande gebracht haben, klingt nicht schlecht, aber eben auch etwas langweilig. Zu oft hat man in den vergangenen Jahren schon genau das selbe gehört. Hier ein bisschen New Wave, dort ein bisschen Brit Pop, eingängige Melodien und tanzbarer Beat. Aber ein paar Mal schaffen sie es doch, sich ein bisschen wenigstens vom großen Indie-Rock-Allerlei abzuheben. Dann nämlich, wenn sie sich am schamlosesten bei den Smiths bedienen, wie etwa bei dem wirklich gelungenen "Something In Common" und vor allem bei Lines, dem herausragenden Stück der Platte. Weitere Anspieltipps: "Johnny Five" und "Carsick".

Ein gutes Album, nur leider etwas zu spät! Vor drei Jahren hätten sie mit "Moderne Incidental" so richtig durchstarten können, anno 2009 bleibt ihnen leider nur noch das Schicksal der Trittbrettfahrer.


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