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New Order - Lost Sirens

NEW ORDER

Lost Sirens
VÖ: 18. Januar 2013
Label: Warner
Autor: Katja Embacher

2005 veröffentlichen New Order "Waiting For The Sirens Call". Zwei Jahre später wird klar, dass es sich hierbei um das letzte gemeinsame Studioalbum mit Bassist und Gründungsmitglied Peter Hook handelt. 2007 gibt dieser die Trennung der Band bekannt. Die restlichen Protagonisten sind anderer Meinung: Hooky kann auflösen was er will, die Band bleibt dennoch bestehen. Dem Ende einer Ära folgen eine Singles- und eine Best-Of-Compilation. Peter Hook widmet sich fortan seiner Joy Division Coverband "The Light", Bernard Sumner und Co. rekrutieren den (Tour)Bassisten Tom Chapman aus Sumners Zweitprojekt Bad Lieutenant. Auf ein neues Album wartet man (bisher) vergebens. Stattdessen erscheint dieser Tage mit "Lost Sirens" unveröffentlichtes und bisher ungehörtes New Order-Material aus dem Aufnahmefundus von "Waiting For The Sirens Call".

"Lost Sirens" umfasst acht Outtakes, die jedoch weitaus mehr zu bieten haben, als ramschige B-Ware. Bereits nach den ersten knapp 20 Sekunden des Openers "I’ll Stay With You" wird klar: Das sind New Order in ihrer Reinform der 90er. Catchy, schmeichelnd, überzeugend. Ein Song mit Hit- und Hymnenpotential. Selbiges gilt in uneingeschränktem Maße für "Hellbent", das bereits 2011 auf der Joy Division/New Order-Compilation "Total" zu finden war. Ein weiteres Highlight findet sich in dem samtig melancholischen "Californian Grass", das mit seinem entspannt-harmonischen Refrain für einen Seufzer sorgt.

Selbstredend beherbergt "Lost Sirens" auch einige Restposten, deren Exklusion aus dem Tracklisting des Mutteralbums man durchaus nachvollziehen kann. "Recoil" stagniert ohne nennenswerte Höhen und Tiefen in konturenloser Larmoyanz. "Shake It Up" wurstelt sich gute fünf Minuten lang ziel- und planlos durch Beats und Gitarren, ohne weder anzukommen noch Spuren zu hinterlassen. Dass es deutlich besser geht, beweist direkt im Anschluss daran der Nachfolger "I've Got A Feeling", dem mit seinem Wechselspiel aus leisen und lauten Momenten ein wunderbarer Balanceakt zwischen Ruhe und Kraft gelingt.

Mit "Lost Sirens" veröffentlichen New Order das letzte Zeugnis einer Zusammenarbeit, die trotz musikalischer Perfektion an zwischenmenschlichen Differenzen scheiterte. Für Peter Hook markiert die EP einen Schlussstrich, für New Order ist es der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Schade nur, dass man wohl keinen dieser acht Songs jemals live in jener Besetzung zu hören bekommen wird, in der sie eingespielt wurden.


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