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Nicky Wire - I Killed The Zeitgeist

NICKY WIRE

I Killed The Zeitgeist
VÖ: 22. September 2006
Label: Red Ink
Autor: Katja Embacher

Auszeiten hin, Kreativpausen her, so ganz ohne musikalisches Schaffen kommen gewisse Herren bei den Manic Street Preachers dann wohl doch nicht aus. Nachdem uns kürzlich bereits James Dean Bradfield mit seinem Soloalbum "The Great Western" beglückte, legt nun Manics-Basser Nicky Wire mit "I Killed The Zeitgeist" nach.

"I Killed The Zeitgeist" - seinen Albumtitel scheint Nicky Wire wörtlich genommen zu haben. Schließlich bewegt sich sein Debüt irgendwo zwischen feinstem Indie-Pop und rotzigem Punkrock. Kreativ verarbeitete Zeitsprünge zwischen den 80ern und 90ern, denen ein galanter Brückenschlag ins Jahr 2006 folgt. Und schon beim ersten Durchlauf der Platte wird klar, dass es dieses Album nur so strotzt vor Eigenständigkeit - eine klare Abgrenzung zu den musikalischen Werken der Manic Street Preachers.

Aber auch ein Nicky Wire kommt nicht ganz ohne musikalische Einflüsse aus. So erinnert der Opener und Titeltrack des Albums "I Killed The Zeitgeist" an Jesus & Mary Chain, während Stücke wie "Withdraw/Retread" oder "Bobby Untitled" auch aus der Feder Norman Blakes von Teenage Fanclub hätten stammen können. Allerdings mischt Nicky Wire unter seine Songs einen Hauch Punkattitüde à la The Clash, so dass am Ende ein ganz eigener Sound entsteht. Spannungsbögen bilden dabei fast lethargisch wirkende Balladen wie "Goodbye Suicide" oder "Everything Fades", die im Kontrast zu energetischen Songs wie "Break My Heart Slowly" oder "The Shining Path" stehen. "I Killed The Zeitgeist" ist ein musikalisches Konstrukt, das durch seine leichte Rohheit elektrisierend wirkt, das den Hörer gefangen nimmt und nicht eher freigibt, bis der letzte Akkord der insgesamt 13 Tracks verklungen ist.

Dass Nicky Wire ein großartiger Songwriter ist, weiß wohl jeder, der "A Design For Life" der Manics kennt. Kein Wunder also, dass sich auch das Debüt des Walisers mehr als hören lassen kann. Indie-Pop meets Punk und was dabei herauskommt, ist "I Killed The Zeitgeist". Definitiv eines jener Alben, die in keiner gut sortierten Plattensammlung fehlen sollten - mit großen Ambitionen, eine der besten Platten des Jahres zu werden.


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