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OK Go - Of The Blue Colour Of The Sky

OK GO

Of The Blue Colour Of The Sky
VÖ: 19. Februar 2010
Label:
EMI
Autor: Matthias Hacker

Welche Band wurde für ihre Videos derart geliebt, gelobt, gehyped, dass ihre Musik in die nebensächliche Belanglosigkeit abdriftete. Klar, sie hatten es schon nicht leicht die Laufband-Akrobaten von OK Go. Doch die Spaßband der Nullerjahre ist Anfang der 10er nicht mehr wieder zu erkennen. OK Go witzeln und kokettieren nicht mehr mit ihren Hitparolen, welche die verlockende Möglichkeit aufboten als Schlachtrufe in Videogames und Teenyserien verkannt zu werden. OK Go wollten ihren Indie-Chamäleon-Panzer abstreifen und sich mehr durch diffizilere Musikalität im popkulturellen Diskurs positionieren. Dort beherbergt sie zwar schon der YouTube-Olymp, doch für die besseren Gemächer der Musikblogs hat es nicht gereicht. Und die erhaschten Lowbudget-Sympathien und Guitar Hero-Anhänger, welchen sie sich zu ergeben hatten, reichten ihnen nicht mehr aus.

Mit ihrem dritten Album "Of The Blue Colour Of The Sky" heben die vier Chicagoer Jungs wahrlich in buntere Sphären ab. Sie spielen sich an und in den verschiedensten Genres, vom Prince-Funk über Janes Addiction-Kracher zu Folkschnulzen und 80er beatigen Vokodernhymnen, deren Renaissance leider mit Air schon endete. Doch der dabei entstandenen "sound salad bowl" ist die Ernsthaftigkeit, in der OK Go ihre Songs nun wissen wollen, dermaßen anzuhören, dass nahezu jeder der dreizehn Songs in seiner steifen Verbissenheit zu Grunde geht.

Mit der gefährlichen Prämisse ein Prince-eskes Album zu schaffen, scheitern Damien, Tim, Dan und Nick eben an dessen perfekter Harmonie zwischen oversexeder Popattitüde und musikalischer Finesse. Und doch. OK Go, die in Vergangenheit durch verschiedenste - teils mehr teils weniger - gewitzte Marketingaktionen im Gespräch blieben, liefern trotzdem nach vier Jahren ein gutes Album ab. Denn sie zitieren einige Bands und Genres der jüngeren Musikgeschichte und scheitern daran – tun das aber gut. Denn wie singen sie schön selbsteinssichtig auf einer der Perlen des Albums: "All is not lost at all".

Stand ihr Bandname früher noch für die musikalische Leichtfüßigkeit und ihre künstlerische Spontaneität, ist OK Go heute vielmehr ein Versprechen auf lange Sicht – vielmehr ein Credo eben weiter zu gehen.

OK, dann auf geht's...


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