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Olli Schulz - Es brennt so schön

OLLI SCHULZ

Es brennt so schön
VÖ: 13. März 2009
Label:
Columbia (SonyBMG)
Autor: Katja Embacher

Kurz vor dem Erscheinen seines vierten Longplayer "Es brennt so schön" sorgte Olli Schulz für hitzige Debatten in den Foren hiesiger Musikgazetten. Stein des Anstoßes war sein Auftritt beim Raabschen Bundesvision Song Contest mit dem Indie-Ballermann-Klopper "Mach den Bibo". Dass nichts so heiß gegessen wird, wie's gekocht wurde, zeigt der Wahlberliner einmal mehr auf "Es brennt so schön". Denn dass Olli Schulz wesentlich mehr kann, als für glücklich betrunken-grölende Großraumdiskothekenbesucher den Bibo zu machen und als komischer Vogel für humoristische Ausbrüche zu sorgen, hat er spätestens mit seinem letzten Album "Warten auf den Bumerang" bewiesen, das den Hörern einen nachdenklichen und äußerst reflektierten Musiker präsentierte.

"Es brennt so schön" ist quasi Olli Schulz' erstes Soloalbum, das er ohne Max Schröder aka Der Hund Marie aufgenommen hat. Dafür wurden Gastmusiker wie Bernd Begemann, Lee Buddah, Gisbert zu Knyphausen oder Christian Haake (Home Of The Lame) zur Unterstützung ins Studio rekrutiert. Und auch bei der Produzentenwahl setzte Schulz auf eine Mischung aus Altbewährtem und Neuem: Ein Teil der Platte entstand unter der Regie von Swen Meyer in Hamburg, der andere Teil in Berlin in Kooperation mit Moses Schneider.

Herausgekommen sind dabei elf Songs über die Liebe und das Leben, über das nicht Festgehalten-werden-wollen und dem nicht Loslassen-Können. Schulz bleibt der traurige Pierrot des Deutschpop, der Clown mit der Träne im Knopfloch, der melancholische Texte in locker-leichten Klangspielereien zu verpacken versteht ("All You Can Eat"). Überhaupt präsentiert sich Olli Schulz auf "Es brennt so schön" äußerst vielseitig: Ein E-Gitarrendurchkreuzter Tango ("Wie Sie") findet sich ebenso im Repertoire wie banjogeschwängerte Melodien ("Isabell") oder Piano-Bar-Entertainment ("Wenn die Sonne wieder scheint"). Dass Schulz dabei allerdings nicht in der Melancholie verharrt, zeigt das vor Optimismus strotzende "Ewig leben" - eine Ode an die Liebe, die Freundschaft und allem, was man nie verlieren möchte.

Um Olli Schulz selbst an dieser Stelle aus dem Pressetext zu zitieren: "...es brennt tatsächlich so schön: Das Herz, die Liebe, die Wut und natürlich auch der unbeschreibliche Irrsinn, den man in sich trägt." Genau das hört man auf seinem aktuellen Longplayer - Schulz brennt, für alles was er tut. Und er tut es verdammt gut! Von daher: Lassen wir Bibo Bibo sein, Raab Raab und konzentrieren uns auf das, worum es wirklich geht: Die Musik.


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