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The Others - The Others

THE OTHERS

The Others
VÖ: 15. März 2005
Label: Mercury (Universal)
Autor: Katja Embacher

The Others sind weder die erste, noch werden sie die letzte Band sein, die sich von musikalischen Einflüssen freispricht. Zwar geben die vier Briten zu, gewisse Lieblingsbands zu haben, allerdings seien die musikalischen Wurzeln der einzelnen Mitglieder zu vielfältig, als dass man von einem bestimmten, klanglich prägenden Einfluss sprechen könnte. Und auf gar keinen Fall machen The Others Punk!


Die Band würde mich, als bleistiftreitende Kritikerin, jetzt wahrscheinlich am liebsten steinigen, wenn ich behaupte, The Others sind vielleicht keine Punkband, allerdings lassen sich Vergleiche zu Johnny Rotten & Co. leider nicht vermeiden, wenn man das Debüt der vier Londoner Lads hört. Tracks wie "William" oder "Almanac" erinnern an die legendären Sex Pistols. Refrains mit Mitgröhl-Charakter und Sänger Dominik Masters charismatische Stimme sorgen für ein wohliges 70er Jahre GB-Punk-Gefühl in der Magenregion, das sich bis in die Zehenspitzen ausweitet und zum "Mit-Luftgirtarre-durch-die-Wohnung-Springen" animiert. Der Sound ist brachial, keine Balladen, die die Tränendrüse des Hörers attackieren. Keine Zeit, sentimental zu werden. Rock, Rock und nochmals Rock, der den Hörer geradezu anspringt und ihn mitreißt. Vorangetrieben durch Jimmy Lagers Gitarrenriffs bohrt sich ein Track nach dem anderen in den retrorock-verwöhnten Gehörgang.

Textlich orientiert sich die Schreibe Dominic Masters an autobiographischen Erlebnissen. In "Daniel, Darren, Dave" greift der Sänger und Mastermind der Band den tragischen Drogen-Tod dreier Freunde auf, "For The Poor" beschreibt die gesellschaftlichen Umstände und Probleme der Arbeiterklasse Großbritanniens. Ein Metier, in dem sich die Band nur allzu gut auskennt, schließlich gehören auch sie zu den "Working Class Heroes". "Community 853" ist ein Tribute an einen der verrücktesten Fanclubs der Welt: 853 Kamikaze Stage Diving Division, mindestens so berühmt-berüchtigt, wie die Band selbst.

The Others erfinden mit ihrem selbstbetitelten Debüt-Album das musikalische Rad mit Sicherheit nicht neu. Ähnlichkeiten zu Bloc Party lassen sich nicht abstreiten, Anklänge zu The Clash oder den Pistols nicht verleugnen. Trotzdem schaffen es die vier Briten, sich eine eigene kleine Nische zu erspielen, einen Sound zu schaffen, der eben doch ein wenig anders klingt.

Fazit: Ein Debüt, das endlich mal wieder auf die Zwölf geht, eine Band, die verdammt viel musikalisches Potential aufweist und eine begeisterte bleistiftrockende Kritikerin, die dumm-glücklich grinsend die Luftgitarre schwingt - Musikfreund, was willst du mehr?!


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