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Pale - Brother. Sister. Bores!

PALE

Brother. Sister. Bores!
VÖ: 01. September 2006
Label: Grand Hotel van Cleef
Autor: Katja Embacher

"Brother. Sister. Bores!" oder "Auf der Suche nach dem ganz großen Popsong" - so ähnlich könnte er lauten, der Untertitel zum aktuellen Pale-Album. Tracks, so rund wie eine Diskokugel, die durch den Gehörgang direkt in die Füßchen gehen. So tanztheater-affin hat man die fünf Herren aus Aachen selten erlebt.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Ein Fakt, von dem auch die Jungs von Pale nicht verschont geblieben sind. So sorgte der Labelwechsel zum GHvC bereits vor der VÖ von "Brother. Sister. Bores!" für ordentlich Presserummel. Ob das Label rund um die Herren Wiebusch, Uhlmann und Co. letzten Endes für den Soundwandel verantwortlich ist, sei dahin gestellt. Vielmehr scheint es ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess zu sein, der Pale dahingeführt hat, wo sie mit "Brother. Sister. Bores!" angekommen sind: Breit angelegter Indie-Pop mit allem, was dazu gehört. Angefangen bei großen Gitarrenwänden, über Streicherarrangements bis hin zu ohrwurmartigen Refrains.

Der Einstiegstrack der Platte fällt entgegen des Titels eher ruhig aus. "Take Me Out, Bouncers!" basiert beinah nur auf Pianoklängen und Holger Kochs' charismatischem Gesang. Balladesk und verträumt - bis bei 3:19 der Beat losgeht und den Hörer die restlichen 35 Minuten lang nicht mehr loslässt. Schluss mit Kuschelwalzergedanken und chilliger Death-of-a-Party-Attitüde! Spätestens ab dem zweiten Stück "You Wanna Be So Good" darf standesgemäß gerockt werden. Und obwohl Pale die Gitarren auspacken, verzichten sie auch den Rest des Albums über nicht auf Piano-, Streicher- oder Bläsersounds, die Songs wie "A Clash At The Nightclub" oder "I Am Sorry (You Are Not)" einen ungewohnt leichten, swingenden Charakter verpassen.

Musikalisch beweisen Pale mit "Brother. Sister. Bores!" ihr Gespür für den ultimativen Popsong - und das gleich in zehnfacher Ausführung. Handwerklich gibt es hier rein gar nichts zu meckern. Auch stilistisch nicht, schließlich haben sich Pale selbst nie das Etikett "Emo" auf die Brust getackert. Dennoch bleibt beim Hören des Albums ein leicht schaler Geschmack zurück. So sehr indie "Brother. Sister. Bores!" auch sein mag, so poppig die Platte auch daherkommt, so glatt klingt sie passagenweise dann leider auch. Keine wirklichen Highlights, keine Ecken und Kanten. Nichtsdestotrotz aber ein Album, das ohne weiteres als Tanzflächen-Füller bezeichnet werden kann. In diesem Sinne: "Put on your dancing-shoes!"


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