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Phoenix - Wolfgang Amadeus Phoenix

PHOENIX

Wolfgang Amadeus Phoenix
VÖ: 22. Mai 2009
Label:
V2/Cooperative Music
Autor: Michaela Wicher

Falco sang "Rock Me Amadeus" - Phoenix wagen sich weiter vor und haben gleich ihr neues Album mit dem Titel "Wolfgang Amadeus Phoenix" versehen. Als leitendes Motiv geben Thomas Mars, Christian Mazzalai, Laurent Brancowitz sowie Deck D'Arcy eine optimistische Vorstellung von der Zukunft an, die ihre Referenzen zu einem großen Teil aus zukunftsweisenden Momenten der Vergangenheit zieht.

Das Wunderkind Mozart wird dabei nicht mit einem Lied bedacht. Dafür machen Phoenix mit "Lisztomania" auf Franz Liszt, den "Rockstar" des 19. Jahrhunderts aufmerksam, den das Berliner Publikum liebte, was zu hysterischen Ausbrüchen führte. Aufgrund seiner unkonventionellen Kompositionen wurde er jedoch in den eigenen Reihen lange Zeit abgelehnt. 1901 ist das Jahr nach der Weltausstellung in Paris gewesen und zugleich der Titel des zweiten Tracks. Er verkörpert auf energievolle Weise musikalisch den Enthusiasmus, den die Ausstellung hervorgerufen haben muss. Mit "Fences" schalten Phoenix einen Gang runter und bereiten so die zweiteilige "Love Like A Sunset"-Session vor, deren erster fast fünf Minuten andauernder Teil instrumental belassen worden ist. Mit den sphärisch anmutenden und changierenden Klangspielen gelingt es Phoenix, die Gefühle vom Flash aufgrund der Schönheit des Farbspiels zur Aufregung bis zu dem Moment, in dem die Sonne untergeht, prägnant umzusetzen. In dem unter zwei Minuten dauernden zweiten Teil wird das Bild des Vergleichs der Liebe mit dem Sonnenuntergang durch den einsetzenden Gesang dann vollendet. Mit der Sonnenuntergangsstimmung ist es dann abrupt vorbei, wenn zu Beginn des folgenden Liedes "Lasso" erstmals das Schlagzeug im Vordergrund ist.

Bezeichnend nicht nur die verbleibenden Tracks, sondern für das Album insgesamt, ist das Wechselspiel von fulminanten und entspannten Passagen. Trotz der Vielschichtigkeit, und das könnte der einzige Wermutstropfen für Verfechter des 2006er Vorgängeralbums "It's Never Been Like That" sein, lässt sich die Tendenz von Phoenix zugunsten des elektronisch gefärbten Spiels erkennen. Was sicherlich auch mit der eineinhalbjährigen Studiotüftelei der Band zusammenhängen dürfte. Aber man kann und muss es schließlich nicht jedem Recht machen – Stillstand bedeutet kreativer Tod –, und daher plädiere ich unter Benutzung des letzten Track-Titels "Armistice" für Waffenstillstand zwischen den Traditionalisten und den Modernisten.


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