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The Pigeon Detectives - Emergency

THE PIGEON DETECTIVES

Emergency
VÖ: 30. Mai 2008
Label:
Cooperative Music
Autor: Andreas Kussinger

Pop ist ein schnelllebiges Geschäft heutzutage. Als Band muss man sich einiges einfallen lassen, um nicht schneller in der Bedeutungslosigkeit zu versinken, als man noch kurz zuvor auf dem Cover des NME gelandet ist. Um diesem Schicksal zu entrinnen, treten The Pigeon Detectives die Flucht nach vorne an und veröffentlichen nur ein Jahr nach dem Debüt nun ihr zweites Album mit dem Titel "Emergency".

Die fünf Jungs aus Leeds haben 2007 mit ihrem Debütalbum "Wait For Me" einen durchaus respektablen Beitrag zum allgemeinen Indie-Pop Hype geliefert. Das Erstlingswerk schaffte den Sprung in die Top 3 der britischen Albumcharts und Songs wie "Romantic Type" oder "I'm Not Sorry" hört man immer noch gerne. Ziemlich genau ein Jahr später wagen sich The Pigeon Detectives an das verflixte zweite Album, das, wie die Vergangenheit zeigt, für Bands ebenso oft den künstlerischen Selbstmord wie den Weg Richtung Unsterblichkeit bedeutete. An den Rahmenbedingungen sollte es zumindest nicht scheitern, schließlich wurde mit Stephen Street einer der namhaftesten Produzenten Großbritanniens gewonnen, der bereits mit Größen wie The Smiths, Blur oder zuletzt den Babyshambles zusammengearbeitet hatte.

Wie The Pigeon Detectives in den vergangenen zwölf Monaten überhaupt die Zeit gefunden haben, ein neues Album aufzunehmen, ist angesichts des vollen Tourplans ein Rätsel. Und tatsächlich wurde das gesamte Werk, vom Songwriting bis zum Aufnehmen, in nur drei Wochen zusammengeschraubt. Eine recht beachtliche Leistung, aber wichtiger als Quantität ist wohl zweifelsohne die Qualität des in Akkordarbeit entstandenen Werks. Zumindest die Vorab-Single "This Is An Emergency" ließ hoffen, dass die Erwartungen nicht enttäuscht werden. Da kann der Rest des 13 Songs umfassenden Albums leider nur bedingt mithalten. Im Großen und Ganzen eine Aneinanderreihung der immer gleichen Melodie, stets leicht abgewandelt und mit anderem (meist wenig anspruchsvollem) Text versehen. Ganz sicher nicht schlecht, das ist guter Gitarren-Pop, aber Originalität und Unbekümmertheit, die noch beim Debüt den großen Unterschied zur Masse ausgemacht hatten, bleiben leider auf der Strecke. Dabei wäre doch viel mehr drin, wie etwa "I'm Not Gonna Take This", "She's Gone" und insbesondere das wunderbare "You Don't Need It" beweisen, die ebenso wie "This Is An Emergency" einen gewissen Wiedererkennungswert haben. Davon abgesehen wird leider nur Durchschnittsware abgeliefert und man bekommt das Gefühl nicht los, dass die Produktion als lästige Pflichtaufgabe angesehen wurde.

Schade, dass The Pigeon Detectives sich zu diesem Schnellschuss hinreißen ließen. Da wäre mehr drin gewesen als Mittelmaß. Aber etwas mehr als drei Wochen sollte man sich eben doch Zeit nehmen, um ein hervorragendes Album aufzunehmen.


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