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The Precious Mings - Every Time I Sell A Record A Kitten Dies

THE PRECIOUS MINGS

Every Time I Sell A Record A Kitten Dies
VÖ: 22. August 2008
Label:
Weekender Records
Autor: Marc Philipp Meyer

Dies ist das Soloprojekt des verrückt-extrovertierten Chikinki-Keyboarders Boris Exton und es liefert modern-cheesigen Synthie-Pop. Zieh das Astronauten-Kostüm an und TANZ! Der Einstieg "Quack Horse" klingt so, wie es sein Name verspricht und nimmt Dich mit auf einen verrückten Ritt auf einem quirligen Gaul in die Welt des Space-Synthie-Indie-Pop. Und das fast ohne Gitarren. Respekt! "Every Time I Sell A Record A Kitten Dies" ist ein sehr abwechslungsreiches Album, das so recht in keine Schublade passt und dies auch gar nicht möchte. Wäre ja auch langweilig! Was im Opener noch modern klingt, weckt im zweiten Song "Plankton" Reminiszenzen an tolle Beach-Boys-Harmonien der 60er. Sowieso ist der Gesang mit vielen Chören geschmückt und die Songs mit tausenden Synthie-Geigen, Synthie-Akkordeons und Synthie-Synthie-Synthie-Flächen gepudert. Dabei kommen die abgefahrendsten Ideen zustande.

So klingt "Dagenham Flats" wie französischer Chanson mit Kopf-Kino-Garantie: In diesem Song wanderst Du durch die fabelhafte Welt der Amelie, bis Du plötzlich auf einem Psychedelic-Happening wieder findest - Jahre zurückversetzt versteht sich – so tripmäßig im UFO-Club. Das Kätzchen Ming will bespielt werden, bevor es den Plattenverkäufen erliegt. "Play With Me" klingt so nach verspielt poppigem New Wave. Dieser Song ist wie Zuckerwatte auf der Kirmes nach durchzechter Nacht. Er zieht Dich mit und spielt den schärfsten Farbfilm ab, der allerdings gegen Ende mit dem Einsatz eines nervenden Spielzeug-Midi-Keyboards zu bunt wird. Denn hier hört die Spielerei auf und man wünscht sich stellenweise nicht so viele Keller-Basteleien. Aber manchmal passiert das leicht, wenn man zu digitalen Zeiten in der Fülle von VST-Instrumenten den Überblick verliert. Aber mit einer Ming-Band im Rücken wird das live sicher nicht passieren und im Schnitt überwiegen die tollen Ideen und das sehr kluge Songwriting.

Denn Boris Exton weiß nicht nur wie man richtig auf Liveshows eskaliert, sondern auch wie man gute Songs schreibt. Allerdings sind dabei seine poppigen Perlen zehn Mal stärker als seine vereinzelten Düster-Synthie-Balladen. Wer sich jetzt noch nicht vorstellen kann wie das klingt, der möchte eine Jarvis Cocker-Scheibe mit dem Instrumentarium eines Albert Hammon Jr. "mash-uppen" und es durch den modernen Synthie-Mixer jagen.


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