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Primal Scream - More Light

PRIMAL SCREAM

More Light
VÖ: 10. Mai 2013
Label:
Ignition
Autor: Marco Pleil

Puh! Nochmal die Kurve gekriegt! Und das big style! "XTRMNTR" aus dem Jahr 2000 war und ist bis heute ein Monolith von Album und zudem der letzte offizielle Release auf und über Alan McGees geschichtsträchtigem/s Label Creation Records. Ein abschließendes Statement, radikal in musikalischer wie textlicher Aussage. Dass das zu toppen kaum möglich ist, dürfte wohl auch den Primal Scream-Masterminds Bobby Gillespie und Andrew Innes bewusst gewesen sein, denn so ziemlich jeder Release danach wirkte auf eigene Art angestrengt orientierungslos ("Evil Heat"), uninspiriert ("Riot City Blues"), ja sogar kraftlos ("Beautiful Future").

Anfang diesen Jahres gab es dann nach fünf Jahren Album-Pause (den "Screamadelica"-Re-Release nicht mitgerechnet) mit der Vorab-Single "2013" eine neunminütige Ansage: Primal Scream sind wieder da! Zwar ohne Mani, der seinen alten Bassjob bei den reformierten Stone Roses wieder aufgenommen hat. Aber mit einer (welt-)politischen Bissigkeit, welche die letzten Hungerjahre so ziemlich vergessen macht. "More Light", mittlerweile Album Nummer 10, wirft so ziemlich jeden Stil, mit dem die Band schon mal experimentiert hat, in einen Sound-Topf. Dieses Mal aber in der richtigen Dosierung und harmonisch angerührt (will sagen: produziert) von David Holmes (auch "XTRMNTR"). Sei es das psychedelische "River Of Pain", das an "Kowalski" erinnernde "Culturecide", der Riffrocker "Invisible City" und/oder das von Gillespie wirklich großartig gesungene clubbige "Goodbye Johnny". Lediglich das abschließende "It's Alright, It's Okay" fällt etwas in die alte schlechte Gewohnheit zurück, des öfteren wie eine Rolling Stones-Coverband klingen zu wollen. Das schmälert letztendlich den klasse Gesamteindruck aber nicht im geringsten.

Primal Scream finden mit "More Light" zu alter starker Form zurück. Musikalisch zwar weniger offensiv und laut als bei "XTRMNTR", dafür differenzierter und (wieder) offener, textlich aber kein bisschen leiser. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich auch unbedingt die limitierte Deluxe Edition zulegen. Diese enthält ein paar wirklich tolle Boni wie den "Weatherall-Remix" von "2013" und das fantastische "Nothing Is Real/Nothing Is Unreal". Immer noch wichtig und wieder großartig! More Light!



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