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REVIEWS
Richard Walters - Regret Less

RICHARD WALTERS

Regret Less
VÖ: 18. Januar 2013
Label:
Beard Museum/Kartel
Autor: Katja Embacher

Nichts bereuen. Oder vielleicht zumindest weniger. Dieser Gedanke scheint Richard Walters bei der Arbeit an seinem dritten Album "Regret Less" kontinuierlich begleitet zu haben. Nach einem zart-zerbrechlichen Debüt setzt der Endzwanziger mit seinem zweiten Longplayer "Pacing" auf üppiges Gefühlskino á la Coldplay. Was Chris Martin & Co. einstellige Chartplatzierungen verschafft, wird für Richard Walters zum Bauchklatscher. Weder Fans noch Kritiker zeigen sich von "Pacing" sonderlich beeindruckt. Was folgt ist der Verlust des Labels, des Managements und gar der Freundin. So bleibt dem Oxforder nichts anderes übrig, als die Scherben zusammenzufegen und "Regret Less" im Alleingang zu produzieren. Diese auf den ersten Blick vielleicht einschüchternde Herausforderung erweist sich für Richard Walters als Befreiungsschlag. Aller Erwartungshaltungen und dem damit verbundenen Druck enthoben, bastelt der Brite gemeinsam mit seinem langjährigen Freund Rob Stevenson an seinem Drittlingswerk. Das Ergebnis ist eine Reise in Walters Vergangenheit – und zeitgleich ein Wegweiser für seine Zukunft.

"Regret Less" kehrt der Airplayaffinität den Rücken zu und besinnt sich auf das Wesentliche. Die Grundlage der Songs wird durch eine minimalistische Instrumentierung bestimmt. Eine musikalische Dreifaltigkeit aus Piano, Akustikgitarre und Streichern, in die sich nur gelegentlich zurückhaltend pluckernde Beats mischen. Dies, in Kombination mit Walters fragiler Kopfstimme, sorgt für eine intime Atmosphäre, in der sich Songs wie "Tethered" oder "The Next Time That You Leave" zu echten Gänsehautgaranten entwickeln. Dabei gelingt es Richard Walters trotz aller Melancholie und Dramatik, den Bogen nie zu überspannen. "Regret Less" ist vertonter Winterblues, Heulbojen-Pop findet man woanders.

Mit "Regret Less" besinnt sich Richard Walters auf seine Ursprünge und auf das, was er am besten kann: Emotionales Songwriting ohne unnötige Fisimatenten. Schönheit reduziert auf ihren zerbrechlichen Kern. Damit knüpft der Brite nicht nur ohne Umwege an sein Debüt "The Animal" an, sondern verwischt auch alle Spuren, die "Pacing" hinterlassen hat. Damit macht er alles richtig. Mit "Regret Less" gibt es nichts, was Richard Walters bereuen müsste.


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