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The Rifles - Great Escape

THE RIFLES

Great Escape
VÖ: 30. Januar 2009
Label:
ADA Global
Autor: Marc Philipp Meyer

2006 zählten The Rifles zu den allerbesten Newcomerbands, die das Vereinigte Königreich zu bieten hatte. Ihr Mod-Punk erinnerte an The Jam und ihre Songs hatten die Melodeverliebtheit des Britpop. Ihr Debüt "No Love Lost" war voller Hits. Songs, wie "Peace And Quiet", "Repeated Offender" und "Local Boy" waren die Indie-Hits für den Sommer. Ex-Blur oder besser gesagt, "Bald-Reunion-Tour-Gitarrist" Graham Coxon kürte die Band zu seinen neuen Lieblingen und Paul Weller zelebrierte ein weiteres Mal seine eigene Jugend mit der Musik der Rifles. Der Modfather nahm die Band schnell mit auf Tour, freundete sich mit ihnen an und bewaffnete sich ebenfalls mit der Gitarre, um im englischen Forum zusammen mit "den Gewehren" auf der Bühne mod-esken Klängen zu frönen. Soviel Publicity muss sein und war auch berechtigt, denn die Leichtigkeit mit der die neue Londoner Band ihre flockigen Popsongs aus dem Ärmel schüttelte, war beängstigend. Doch wie sieht es 2009 aus?

Nicht groß anders. Auf "Great Escape" spielen die Rifles weiter ihren hitverdächtigen und melodieverliebten Indie-Rock, sie haben weiterhin viele Hits im Gepäck und Paul Weller ist immer noch Freund und Fan. Sogar so sehr, dass er den Rifles für ihr zweites Studioalbum seinen alten Produzenten Jan 'Stan' Kybert empfahl, mit dem Weller schon zusammen das famose "As Is Now" aufnahm. Ähnlich wie auf Wellers bestem Album, wurden auch bei den Rifles alle Songs live im Studio aufgenommen. Diese Energie spürt man. Doch damit nicht genug. Statt sich von der neuen Elektro-Welle anstecken zu lassen, geben die Rifles nichts auf den derzeitigen Hype und schwelgen lieber in Nostalgie, als im Futurismus. So wird der Titelsong mit anmutigen Streicherarrangements geschmückt und das zauberhafte "In The Meantime" erinnert mit seinem Strawberry-Fields-Mellotron an die 60er, und ja, natürlich an die Beatles. Ebenso episch geht es dann mit "The General" samt fettem Bläserarrangement weiter. The Rifles haben also Gefallen an Psychedelia gefunden. Doch was ist mit den typisch energetischen und melodiösen Drei-Minuten-Hits? Keine Angst, die gibt es auch noch. Mit "Fool To Sorrow", "Sometimes" und "Out In The Past" gibt es auf "Great Escape" ebenso viele Indie-Sommer-Hits wie damals 2006 auf "No Love Lost".

So ist die neue Rifles-Platte ein gelungenes Kaleidoskop aus frühem 60s Psychedelic-Rock, Mod-Punk und Indie-Chartbreakern. Wo da jetzt das Problem liegt? Keine Ahnung, vielleicht haben wir 2009, die Synthies wabern dann doch zu stark auf den Indie-Tanzfluren und es ist verdammt noch mal kein Sommer. Schade, denn sonst wäre diese Platte die beste, die ich in 2009 bis jetzt gehört habe. Zu sehr möchte man diese Platte einfach im Sommer hören, denn sie hat diese typischen Sommersongs. Vielleicht hätte man sich aber auch ein wenig mehr Innovationen gewünscht. Doch an sich ist das wirklich egal, denn diese Platte ist mal wieder ein echter Ohrwurmgarant, wie man es von den Rifles gewöhnt ist. "This Is A Modern World", oder um es mit den Worten Paul Wellers zu sagen: "Die haben ziemlich gute Frisuren." Stimmt!


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