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Shout Out Louds - Optica

SHOUT OUT LOUDS

Optica
VÖ: 22. Februar 2013
Label:
Vertigo (Universal)
Autor: Andreas Kussinger

Es ist schon gemein, eine Band immer am jugendlichen Debüt zu messen. Im Falle der Shout Out Louds sind es die beiden energiegeladenen, vor jugendlichem Elan strotzenden Alben "Howl Howl Gaff Gaff" und "Our Ill Wills", die bei jedem Indie-Rock Fan einen besonderen Platz im CD Regal haben. Mit der jugendlichen Überschwänglichkeit und Energie ist es irgendwann zwangsläufig vorbei. Dann geht es für die meisten Bands darum, "in Würde zu altern", wofür es genau zwei Wege gibt: Sich ständig neu zu erfinden oder sich und seinem Stil treu zu bleiben.

Die Schweden haben sich eindeutig für die zweite Option entschieden. Um dennoch neue Gefilde zu betreten, haben sie sich aber dazu entschlossen, dieses Mal keinen Produzenten zu engagieren, sondern auch den Feinschliff der neuen Platte selbst zu übernehmen. Das ist einerseits eine nachvollziehbare Entscheidung, denn warum soll man sich noch von irgendjemandem reinreden lassen, wenn man selbst schon so lange im Geschäft ist. Andererseits schaden das Auge und das Ohr eines unbeteiligten Dritten nicht, um die eine oder andere schlechte Idee als solche zu entlarven. Bei "Optica" haben die Shout Out Louds das eine oder andere Mal etwas zu tief in die Effektkiste gegriffen. Und so sind auf der Platte Klanghölzer, Flöten und Hall zu hören, wo es den Songs vielleicht auch ganz gut getan hätte, sie auf das zu reduzieren, was sie sind – Gitarren-Popsongs.

Solche perfekten Gitarren-Songs schreiben, das ist und bleibt die Kernkompetenz der Shout Out Louds. Auf "Optica" liefern sie dafür auch wieder reihenweise Beweise, zum Beispiel "14th Of July", "Chasing The Sinking Sun" oder das opulente, etwas ungewohnte "Destroy". Andere Songs sind nicht wegen, sondern trotz der Effekthascherei gelungen: Zum Beispiel "Walking In Your Footsteps", trotz des irritierenden Blockflöteneinsatzes, oder "Glasgow", das ohne an Walgesänge erinnernde Hall-Effekte mindestens genauso schön wäre.

Auch wenn der ganzen Platte ein bisschen Pep fehlt, kann man mit dem Wandel zur erwachsenen Band mit abgeklärtem Sound doch recht zufrieden sein.



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