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Slowtide - Solaria

SLOWTIDE

Solaria
VÖ: 31. August 2012
Label:
Timezone
Autor: Katja Embacher

"... und gleich drei Mal Oktober". Treffender könnte man den Sommer 2012 wohl kaum beschreiben als mit dieser kleinen Zeile aus Tocotronics "Dieses Jahr". Frustriert kramt man die Herbstkollektion aus dem Schrank, während sich die verpatzte Jahreszeit ihrem Ende neigt. Und dann kommt plötzlich wie aus dem Nichts Kevin Werdelmann alias Slowtide mit seinem zweiten Album "Solaria" um die Ecke geschlendert und bringt schlagartig den verpassten Sommer zurück.

Um dies zu erreichen, hat Werdelmann weder Kosten noch Mühen gescheut: Getreu dem Motto "Wenn der Musikliebhaber schon nicht ans Meer kommt, dann kommt das Meer eben zu ihm" frohlockt der Opener "Sunrise" mit sanftem Brandungsrauschen. Im weiteren Verlauf entwickelt der Track eine dermaßen gute Laune, dass man trotz kühler Temperaturen die Fenster aufreißen möchte, um auch den kleinsten Sonnenstrahl einzufangen. Auch "California" transportiert eben jene unbeschwerte Leichtigkeit, die an das wohlige Gefühl warmen Sandes unter den Füßen erinnert. Dennoch bleibt trotz aller Behaglichkeit Zeit und Raum für nachdenkliche Momente, die sich in Balladen wie "Fragile" oder "Orlando" äußern. Neben der klassischen Instrumentierung aus Gitarre, Bass und Schlagzeug setzt man hier auf Streichersammelsurien aus Violinen und Celli und sorgt damit für großes Emotionskino. So gleitet man dahin. Lässt sich treiben in Erinnerungen an Strandspaziergänge und Urlaubsbekanntschaften, die es eigentlich gar nicht gibt, bis man bei "Wanderlust" plötzlich von Wehmut ergriffen wird. Spätestens mit dem Brandungsrauschen von "Sundown" erliegt man der Gewissheit, dass auch der Sommer von Slowtide irgendwann zu Ende geht. Anders als im wahren Leben gibt es hierfür jedoch eine Lösung, die auf den Namen Repeat-Taste hört.

Mit seinem zweiten Longplayer hat Kevin Werdelmann ein kraftvolles Album kreiert. Eines, das sich in zwei Punkten von seinem Vorgänger "Origins" unterscheidet: Zum einen legt "Solaria" in Sachen Tempo ein Schippchen drauf, zum anderen wirkt es in sich runder und geschlossener. Geprägt von optimistischer Aufbruchstimmung entwickelt "Solaria" eine unbändige Energie. Ein Werk, das sich seines Namens als absolut würdig erweist. Im Gegensatz zum Sommer 2012.


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