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Sophia - There Are No Goodbyes

SOPHIA

There Are No Goodbyes
VÖ: 24. April 2009
Label:
City Slang
Autor: Katja Embacher

Man stelle sich vor, wie jemand ein Skalpell nimmt, es ca. 3 cm unter dem Brustbein ansetzt und einen sauberen Schnitt von rechts nach links zieht. Was dabei zum Vorschein kommt, ist ein Muskel in der Größe einer Faust. Auf dem fünften Sophia-Longplayer "There Are No Goodbyes" streckt Robin Proper-Sheppard dem Hörer sein Herz entgegen. Ob man dieses nun schützend in die Hand nimmt oder ungeschickt fallen lässt, ist letzten Endes egal - Zerbrochenes kann man nicht zerbrechen.

"There Are No Goodbyes" ist eines der traurigsten Alben, die man jemals von dem Sophia serviert bekam. Ein Album, von dem Proper-Sheppard selbst sagt "It hurt recording these songs. And it still hurts, when I listen to these songs. Truthfully? It still hurts LIVING with these fucking songs!" Wie sich das anfühlt, mag man sich schon gar nicht mehr vorstellen, wenn das Hören bereits weh tut. Robin Proper-Sheppard zieht Bilanz aus sämtlichen gescheiterten zwischenmenschlichen Beziehungen und übt sich dabei oftmals in einer äußerst kritischen und harten Art der Selbstreflexion.

Dabei driften Sophia jedoch nie ins bodenlose Lamento ab. So düster die Texte auch sind, so ruhig und sanft sind die Harmonien. Oftmals schafft die versponnene Kombination aus Streichern, Piano und Gitarrenarrangements gar eine versöhnliche Atmosphäre. "There Are No Goodbyes" klingt weder nach vertontem Groll oder Hass, noch nach Resignation, sondern vielmehr nach der melancholischen wie weisen Erkenntnis, dass manche Dinge erst durch ihr Scheitern Sinn ergeben.

Auf eine echte Katharsis hofft man auf "There Are No Goodbyes" allerdings vergeblich. Es gibt keine Heilung, keine tröstende Umarmung, sondern einfach nur die Gewissheit, dass man lernen muss, mit Verlust und Desillusionierung zu leben - oder sie wie Robin Proper-Sheppard in Songs zu verarbeiten. Nie war es schöner zu leiden, als mit Sophia.


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