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REVIEWS
Suede - Bloodsports

SUEDE

Bloodsports
VÖ: 15. März 2013
Label:
Suede Ltd.
Autor: Jenny Schnabel

"There will be another Suede record. But not yet.", versprach Brett Anderson beim Abschiedskonzert am 13. Dezember 2003 im Londoner Astoria. Heute, eine Dekade später, löst er mit "Bloodsports" sein Versprechen ein.

Sieben Jahre nach ihrem letzten Konzert gingen Brett Anderson, Richard Oakes, Mat Osman, Neil Codling und Simon Gilbert im März 2010 wieder zusammen auf die Bühne und spielten ein Reunion-Konzert beim Teenage Cancer Trust. Aus dem Reunion-Gig wurde eine ganze Reunion-Tour und es folgte schließlich die logische Konsequenz, ins Studio zu gehen, um ein neues Album aufzunehmen. Als Fan nahm man diese Nachricht mit gemischten Gefühlen auf: Auf der einen Seite war die Freude groß, nach über zehn Jahren endlich wieder neues Material von Suede zu bekommen, auf der anderen Seite saß die Enttäuschung noch zu tief über Suede's letztes Album "A New Morning" aus dem Jahr 2002, das vielleicht tatsächlich besser nie hätte veröffentlicht werden sollen.

Mit "Bloodsports" schlagen Suede nun das nächste Kapitel ihrer Bandgeschichte auf. Auf ihrem sechsten Album präsentiert sich die Band wieder in Topform: Richard Oakes spielt sich gekonnt durch großartige Gitarrenriffs, Brett Anderson's Stimme ist wieder unverkennbar fantastisch und auch der Rest der Band zeigt sich von seiner spielerisch besten Seite. Musikalisch kehren Suede mit "Bloodsports" wieder zu ihrem Ursprungssound zurück und so klingt das Album wieder mehr nach dem typischen Suede-Sound als es noch auf den beiden Vorgängern "Head Music" und "A New Morning" der Fall war. Vielleicht ist dies Produzent Ed Buller geschuldet, mit dem sie das neue Material aufgenommen haben und der auch bereits für die ersten drei Suede-Alben verantwortlich war.

Die erste Albumhälfte ist aus dem gleichen Holz geschnitzt wie einst "Coming Up". "For The Strangers" enthält die musikalische DNS eines "To The Sea" und den Charakter einer Außenseiter-Hymne à la "Trash". "Snowblind" weist in den ersten Akkorden leichte Reminiszenzen von "Starcrazy" auf. Und auch "It Starts And Ends With You" und das radiofreundliche "Hit Me" hätten klanglich gut auf das dritte Werk der Londoner gepasst. Die tatsächlichen Stärken des Albums liegen allerdings in der zweiten Albumhälfte, in den ruhigen Momenten von "Bloodsports". Hier machen Suede das, worin sie immer am besten waren und wofür man sie immer am meisten geliebt hat: Songs voller Melancholie, Tragik, Dramatik und Düsterkeit.

Brett Anderson bezeichnete "Bloodsports" zuvor als "eine Kreuzung zwischen 'Dog Man Star' und 'Coming Up'". Diese Referenz ist gar nicht so abwegig, denn tatsächlich vereint "Bloodsports" teilweise die Erhabenheit und Düsterkeit von "Dog Man Star" und die poppige Catchiness von "Coming Up". Es ist ein Album, das man eigentlich als Nachfolger von "Coming Up" erwartet hätte.

Mit "Bloodsports" knüpfen Suede an die Wurzeln ihrer Vergangenheit an, haben dabei aber stets die Zukunft fest im Blick. Das Album markiert jedoch weniger einen Neuanfang, sondern ist vielmehr eine Rückkehr. Ein Comeback-Album mit zehn großartigen Songs, das der Welt entgegenschreit: "We are Suede and we are back!" Willkommen zurück!



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