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Tocotronic - Schall und Wahn

TOCOTRONIC

Schall & Wahn
VÖ: 22. Januar 2010
Label:
Universal
Autor: Axel Schinkel

Damit wäre die sogenannte Berlin Trilogie komplett. Nach "Pure Vernunft darf niemlas siegen" und "Kapitulation" folgt jetzt der dritte Teil der mit Moses Schneider in Berlin aufgenommenen Reihe. Dass es sich bei dieser Folge lediglich um eine Entwicklung handelt, die erst bei ihrem Abschluss offensichtlich geworden ist und letztendlich nur ein Spaß in Anlehnung an David Bowie ist, scheint dabei ganz gut ins Konzept zu passen, wie die Band selbst verlauten lässt. Schließlich handelt es sich bei "Schall & Wahn"tatsächlich um ein Album, das sich bei den Vorgängern einreiht, aber dennoch eigenständiger kaum sein kann, so wie man es von einer Band wie Tocotronic gewohnt ist.

Klang und Stimmung des Albums passen durchaus zu den beiden zuerst genannten Alben, aber trotzdem schlagen Tocotronic allen Erwartungen zum Trotz und unterstützt durch orchestrale Instrumente inhaltlich erneut in eine neue Kerbe, was jedoch so in der Form auch schon wieder aus einer gewissen Erwartungshaltung heraus vorherzusehen war. Auch wenn es sich um eine Trilogie handeln mag, wiederholen sie sich in keinster Weise. So bieten sie auf "Schall & Wahn" den Kritikern, die sie jedes Mal lobend als ernstgenommenste Band Deutschlands darstellen und gleichzeitig kritisch zu interpretieren versuchen, wie immer jede Menge Diskussionsstoff. Es läuft ab wie immer: Das Album erscheint, die Kritiker aller großen Zeitungen versuchen die Band und ihre Texte zu deuten und dann kommen Tocotronic daher und negieren alles.

Daher bleibt festzuhalten, wie sich Tocotronic selbst zu ihrem neuen Werk äußern, bzw. was der Pressetext tatsächlich hergibt: "In zwölf hell und finster leuchtenden Liedern entwerfen Tocotronic eine wahrhaft infernalische Welt, die von Liebe und Verbrechen beherrscht wird, vom Guten wie dem Bösen. Sie erzählen von der Ambivalenz des Schmerzes und von wohlbekannten Lastern wie Neid, Feigheit und Gier." Was Tocotronic dabei auszeichnet, ist wieder einmal ihre ganz eigene Wortwahl und die damit verbundene Umsetzung dieser angesprochenen Themen, die keineswegs platt, sondern auf eine für Tocotronic typische Art und Weise lyrisch – mitunter sogar recht humorvoll – dargeboten werden. Bei weiterer Lektüre des Pressetextes erfährt man, wie der Albumtitel bereits vermuten lässt, dass es sich vor allem um "ein Album über Musik" handelt. "Über die Kraft des Schalls...zu erklingen, sich auszubreiten und uns fort zu tragen, dem Flug der Töne zu folgen, wohin auch immer."

Letzten Endes kann man nur empfehlen, sich darauf einzulassen und zu versuchen dem Flug der Töne zu folgen, andernfalls wird man wohl nie erfahren, wohin er einen führen wird. Wo er Tocotronic hinführt hat sich jedenfalls schon gezeigt, als sie von Null auf Eins in die Album-Charts gestiegen sind. So kann es weitergehen.


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