POPCONNECTION
DATENSCHUTZERKLÄRUNG   IMPRESSUM
NEWS
REVIEWS INTERVIEWS KONZERTE FEATURES KÜNSTLER A-Z
POPCONNECTION - Reviews - Tocotronic - Wie Wir Leben Wollen
Home » Reviews » Tocotronic - Wie Wir Leben Wollen
REVIEWS
Tocotronic - Wie Wir Leben Wollen

TOCOTRONIC

Wie Wir Leben Wollen
VÖ: 25. Januar 2013
Label:
Universal 
Autor: Sascha Brozewski

20 Jahre Tocotronic - Studioalbum Nummer 10! Gleich zwei bemerkenswerte Zahlen, die das Hamburger Quartett auf ihre ganz eigene Weise zelebriert. Der Graf von Lowtzow versprach nicht zu viel, als er ein Mammutwerk ankündigte. 17 Songs und über eine Stunde Spielzeit unterstreichen sein Versprechen.

Wieder wählten sie Moses Schneider als Produzenten und spielten das Album binnen einer Woche in Berlin ein. Sie bedienten sich hierfür einer Aufnahmetechnik aus den 50er Jahren. Die Band prüfte Beach Boys- und Beatles-Platten auf ihren psychedelischen Pop-Appeal. Außerdem analysierte man das Verwischen und Verhallen der Shoegazing-Bands. Selbstverständlich hört man die Einflüsse eines Rick McPhails, der den Sound der Hamburger Musterschüler vorangetrieben und optimiert hat. Technisch haben sich Tocotronic stark verbessert, wenngleich der frühere Charme und das, was die Band einst auszeichnete, sicherlich ein bisschen verloren gegangen ist.

Möglicherweise kann man sich als Zuhörer des aktuellen Albums schnell erschlagen fühlen, da es auf Grund seiner Üppigkeit zum Teil doch sehr aufgebläht wirkt. Lyrisch und musikalisch gehören Tocotronic ohne Zweifel seit zwei Jahrzehnten zur Elite. Das neue Album handelt weniger als die Vorgängeralben von der Verneinung, sondern zeigt viel mehr auf, "Wie Wir Leben Wollen". Die Kunst ist eine mehr als hilfreiche Form, die hierzu Antworten liefern kann. Zumindest aber kann sie eine Idee davon vermitteln, wenn man inmitten der Kunst lebt.

Dirk von Lowtzow konstatiert zu Beginn des Albums sachlich, nüchtern und fast beschwichtigend: "Hey, hey, hey, ich bin jetzt alt." Er sinniert über das Altern und philosophiert über "Die Verbesserung Der Erde". Auf Grund der Komplexität des Albums würde es den Rahmen sprengen, auf jedes einzelne Lied einzugehen. Universell gesagt handelt "Wie Wir Leben Wollen" von Körper und Befreiung. Die Negation schimmert lediglich durch einige, wenige Texte hindurch ("Abschaffen" und "Eine Theorie"), wenn von Lowtzow zum Beispiel singt: "Bitte fülle mich damit auf, ich habe keine Eigenschaften." In der Tat ist "Wie Wir Leben Wollen" ein pompöses Mammutwerk und das i-Tüpfelchen auf der 20-jährigen Bandgeschichte. Weniger Sätze für Häuserwände, mehr Anregung und Nachdenklichkeit.



Mehr zu TOCOTRONIC

SUCHE
A B C D E F G
H I J K L M N
O P Q R S T U
V W X Y Z 0-9 #
AKTUELLE REVIEWS

we_path

Slowtide
A Gentle Reminder

we_path

Snail Mail
Lush

we_path

The Boxer Rebellion
Ghost Alive

we_path

The Breeders
All Nerve

we_path

Gregor McEwan
From A To Beginning

we_path

William McCarthy
Shelter
ZUFÄLLIG SCHON GELESEN?

we_path

THE TWANG (UK)
Love It When I Feel Like This

we_path

THE MACCABEES
Given To The Wild

we_path

VILLAGERS
Awayland
INTERN EXTERN
Kontakt Facebook
Impressum
Datenschutzerklärung
   © 2019 Popconnection.de | Das Online-Magazin für alternative Popmusik | CMS by webEdition