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Travis - Ode To J. Smith

TRAVIS

Ode To J. Smith
VÖ: 26. September 2008
Label:
Red Telephone Box
Autor: Marc Philipp Meyer

Wie jetzt!? Das ging ja ungemein flott mit der neuen Travis. Kam die letzte nicht erst letztes Jahr raus? Richtig, und nachdem sich die Schotten vier Jahre Zeit ließen, um mit "The Boy With No Name" auf ihrem glatten Sound auszurutschen (O-Ton Fran Healy), sind sie so direkt in eine Prog-Rock-Odyssee geschliddert. Aber jetzt nicht gleich zurückschrecken! Der Autor liebt das herrlich melodische "The Boy With No Name" wie alles andere dieser Band - und auch "Ode To J. Smith" ist typisch Travis. Nur anders: Experimenteller! Packender! Kantiger! Aber gewohnt melodisch verführerisch. So packt Andy Dunlop in der ersten Single "Something Anything" ein wahres Hardrocksolo aus und im Titelsong wird einem der gregorianische Choral auf Latein um die die Ohren gehauen. Das klingt irgendwie nach...einem bestimmten Konzept? Genau! Herzlich Willkommen im neuen Travis-Konzeptalbum.

Während ihrer letzten Tour schrieb die sympathischste Band der Welt einen Roman. Die Hauptfigur ist J. Smith und Travis' Ode beschreibt den letzten Tag in seinem Leben. Wer jetzt denkt, dass angesichts dieser Tatsache Travis düster klingen könnten, liegt glücklicherweise falsch. Eine Nummer wie "Friends" könnte harmonischer und wohltuender nicht sein und sich auf jedem Travis-Album unter die besten Stücke einreihen. Was dieses Album allerdings so spannend macht, ist ihr Einfühlungsvermögen. So gelingt es Travis wunderbar in den einzelnen Songs die Gefühlslage ihrer Romanfigur musikalisch zu transportieren. Hier kreuzen sich Harmonie und Verzweiflung, sowie verpoppte Pianolinien und exzentrische Gitarren. Das klingt mal melodisch, mal rau und ist erfrischend abwechslungsreich. Das Tolle ist, dass sich der Hörer in den Songs verlieren und Travis' Roman individuell interpretieren kann. Seitdem sich Fran Healy zu Beginn seiner Karriere von seiner Mutter 600 Pfund lieh, um "All I Want To Do Is Rock" zu finanzieren, ist "Ode To J. Smith" mit Abstand Travis rockigste Platte. Eine Rückbesinnung zu "Good Feeling" also? Nein, vielmehr als das. Es ist ein ganz großer Schritt nach vorn. Beim ersten Hören mag das neue Material vielleicht kantig erscheinen und am ehesten an "12 Memories" erinnern, aber spätestens beim zweiten Durchlauf und einer kurzen Einarbeitung in das Konzept erschließt sich ein unglaublich stimmiges sechstes Travis-Album, das mit Songs wie "Chinese Blues", "Last Words" und "Song To Self" die ganze Schönheit dieser Band zusammenträgt.

Für "Ode To J. Smith" nahmen Travis die Euphorie ihrer letzten Tour mit und sperrten sich 14 Tage im Studio ein, um die elf Songs, die in nur fünf Wochen geschrieben wurden, zu produzieren. Vom ersten Ton an spürt man diesen direkten unglaublichen Spirit, den Travis auf ihrer letzten Tour wieder gefunden haben. Diese Ode packt Dich und lässt Dich so schnell nicht wieder los. Das ist pfiffiger Prog-Pop im Drei-Minuten-Songformat. Einfach wunderbar!


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