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Villagers - Darling Arithmetic

VILLAGERS

Darling Arithmetic
VÖ: 10. April 2015
Label:
Domino Records
Autor: Katja Embacher

Conor O'Brien zieht blank. Auf seinem dritten Album "Darling Arithmetic" streift der Ire alle überflüssigen Elemente ab bis am Ende nur noch die nackte Essenz der Songs übrigbleibt. Damit präsentiert O'Brien das bisher intimste und zugleich stimmigste Villagers-Album.

Wann sind Intimität und nackte Verletzlichkeit wohl angebrachter als beim Thema der Liebe? Eben diese ist die Quelle, aus der Conor O'Brien seine Inspiration schöpft. In neun Songs zelebriert er Momente bittersüßer Nostalgie, wehmütiger Traurigkeit und abgeklärter Erkenntnis. Die emotionale Bandbreite reicht von Sehnsucht über Verlangen bis hin zu Verlust. Das thematische Spektrum umfasst das hetero- wie homogene Zwischen von Zweien ebenso wie die Liebe zu sich selbst und dem ewigen Tanz aus Gehen und Verlassen werden. Diesen vollführt Conor O'Brien auf zurückhaltende und angenehm unprätentiöse Art und Weise. Gitarre, Piano und Percussions bilden die instrumentale Basis von "Darling Arithmetic". Ein akustischer Zirkel, der nur durch den sparsamen Einsatz eines Mellotrons durchbrochen wird. Dieses schleicht auf subtilen Samtpfoten durch die Songs, mal als Cello, mal als Waldhorn getarnt, so dass man nicht aus der gedankenverlorenen Grundstimmung des Albums hinausgerissen wird. Damit wirkt „Darling Arithmetic“ im Vergleich zu den Vorgängern "Becoming A Jackal" und "{Awayland}" fast zerbrechlich.

Handwerklich präsentiert sich das neueste Villagers-Werk durchaus gelungen: Instrumentierung und Texte greifen ineinander, das Tracklisting ist stimmig, der Aufbau der Songs gekonnt wie solide. Dennoch bedeutet bei "Darling Arithmetic" zu hören nicht zwangsläufig zu fühlen. Die meiste Zeit über ist man ein stiller Beobachter, der durch das Fenster hineinlugt, ohne die Szenerie wirklich zu betreten. Auf der einen Seite bewahrt dies zwar vor pathetischer Peinlichkeit, auf der anderen bleibt trotz aller Intimität eine emotionale Distanz. So ganz nackig machen mag sich Conor O'Brien eben doch nicht.



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