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Wavves - King Of The Beach

WAVVES

King Of The Beach
VÖ: 30. Juli 2010
Label:
Cooperative Music
Autor: Katja Embacher

Das Enfant terrible des Lo-Fi-Beach-Punk holt zum dritten Schlag aus: Wavves-Begründer und Mastermind Nathan Williams veröffentlicht mit "King Of The Beach" seinen aktuellen Longplayer, der sich – wie könnte es auch anders sein – mit den angenehmen Seiten des Sommers beschäftigt: Feiern, Abhängen und Pot rauchen.

Im letzten Jahr erntete Wavves respektive Williams einen Eimer voller Lorbeeren innerhalb der Musikpresse. Die roh gehaltene Mischung aus Surfpunk und entspannten Sixties-Harmonien überzeugte ebenso, wie das junge Ungestüm des Kaliforniers. Letzteres sorgte allerdings auch für unbequeme Schlagzeilen, als sich Nathan Williams auf dem spanischen Primeravera Sound Festival im Drogenrausch eine Prügelei mit Drummer Ryan Ullsh lieferte, den er kurze Zeit später aus der Band warf. Ersatz fand sich in Form von Billy Hayes, der Williams gemeinsam mit Basser Stephen Pope auf "King Of The Beach" erstmalig beim Songwriting unterstützte.

Nicht nur innerhalb der Besetzung, sondern auch in der Herangehensweise an das Wavves-Drittlingswerk hat sich einiges geändert: Im Gegensatz zu den beiden Vorgängeralben wurde "King Of The Beach" nicht im Alleingang an Williams heimischen Laptop verhackstückelt, sondern unter der Regie von Dennis Herring in Mississippi aufgenommen. Ein Fakt, der für ordentlich Zündstoff sorgte: Wenn die personifizierte Studio-Perfektion eines Herris auf das personifizierte Chaos eines Williams stößt, dann entsteht vor allem eines – Energie. Und der Gedanke, dem anderen das ein ums andere Mal an die Gurgel zu wollen.

Gottlob gelang es den beiden, Gegensätze miteinander zu vereinen. So klingt "King Of The Beach" eine Idee geordneter. Auch, wenn Williams natürlich nach wie vor auf wogende Beach-Boys-Harmonien setzt, liegt der Fokus deutlich auf dem Aspekt des Punk-Sounds. Diesen gibt es in gewohnter LoFi-Manier. Es scheppert und rappelt nach wie vor in der Sandkiste, wenn Wavves dem Hörer auf Songs wie "Super Soaker", "Idiot" oder dem Titeltrack "King Of The Beach" die Gitarrenbretter um die Ohren schlagen. Gelegentlich überspannt Williams den Bogen mit seiner chaostheoriegetriebenen Spielfreude, wenn er wie auf "Convertable Balloon" über das Nintendo-Spielen schwadroniert, während im Hintergrund japanisch angehauchte Orgelklänge zu hören sind, die an das virtuelle Ikebana eines Super-Mario erinnern. Vielleicht müsste man zu diesem Track auch einfach mit einem Caipi am Strand liegen, um ein wohliges Gefühl im Magen und ein Grinsen im Gesicht zu erlangen. Abgesehen von diesem kleinen Fehltritt passt "King Of The Beach" perfekt zum diesjährigen Sommer: Kurz aber heiß!



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