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We Invented Paris - We Invented Paris (s/t)

WE INVENTED PARIS

We Invented Paris (s/t)
VÖ: 04. November 2011
Label:
Spectacular Spectacular
Autor: Sascha Brozewski

Die Erfindung der Hauptstadt Frankreichs liegt noch gar nicht allzu lange zurück. Vor einem Jahr fand das Musikerkollektiv, deren Ursprung im schweizerischen Basel liegt, zusammen. Mit innovativen Ideen steigerten sie stetig ihren Bekanntheitsgrad, so spielten sie beispielsweise 30 Konzerte an einem Tag oder eine Couchsurfing-Tour quer durch die Wohnzimmer dieser Welt. Mit "Iceberg" konnte man bereits im Frühjahr des Vorjahres die erste Single bestaunen. Ein zugänglicher Indie-Pop-Song voller Melancholie und Verträumtheit. Im November erschien nun ihr selbstbetiteltes Erstlingswerk.

Das bloße, einmalige Hören dieser Platte reicht nicht aus, um sich an den Harmonien und Melodiebögen festhalten zu können. Der instrumentale Auftakt, wie der Titel "Ouverture" impliziert, lädt voller Wärme offenherzig zu der musikalischen Reise Flavian Grabers, dem Macher dieses Projektes, ein und findet in "The Busker" oder eben "Iceberg" eine zugängliche und feinsinnig arrangierte Fortsetzung. Die Leichtigkeit des Lebens können allerdings weder Akustikgitarre und Handclaps, noch Folk-Pop und Synthesizer versprühen. Spätestens die zweite Hälfte des Albums rundet das Debüt der Paris-Erfinder ausgesprochen schwermütig und gleichzeitig einfältig ab, dass selbst Wörter wie "Bohème, je t'aime" inklusive des anschließenden Gesangs viel mehr polternd als liebevoll wirken. Man wird außerdem das Gefühl nicht los, als wollte man zwanghaft und aufdringlich möglichst viele Musikrichtungen auf dieser Platte unterbringen. Die sehr elektronischen Klänge zu "Nothing To Say" und "More" sind weitere Indizien dafür.

Es scheint alles perfekt konzipiert, doch hinter großen, pathetischen Wörtern à la "We Invented Paris" oder "Ouverture" stürzt das Kartenhaus bei genauer Betrachtung schnell ein. Die besungenen Sehnsüchte und das Fernweh der Kosmopoliten und Zugfahrtmusiker, wie Herr Graber selbst sagt – all das Weltmännische, Pittoreske wirkt nur noch affektiert – die Musik, das Album verpufft.


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